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"Die Tier-WeGe"
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Fax: +43 (03112) 6640-4
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Unser Hilfskonto:
Kto. 86310.605.320
BLZ: 14000
Bawag Graz-Andritz




 


Wie geht es Hunden und Katzen in Ungarn ?
Schlecht !

Die Hundefänger ...

hund1

Die vom Staat finanzierten Hundefänger (ungarisch Gyepmester oder Sintér) "kümmern" sich um streunende Hunde und um solche, die von ihren Besitzern einfach abgegeben werden.

Das heißt, diese Menschen sammeln die Tiere von der Strasse auf und bringen sie zum "Gyepmesteri Telep" bzw. "Sintértelep". Dieser Ort wird im Deutschen als Auffang- Seuchen oder eben Tötungsstation übersetzt. Meist sind diese Plätze gleich direkt neben einer Mülldeponie ...

Gesetzlich ist eine Frist von 14 Tagen vorgeschrieben, wo die Hunde noch abgeholt werden können. Auch sollen diese 14 Tage dazu dienen zu zeigen, ob der Hund an einer Seuche erkrankt ist. Natürlich ist diese Zeit viel zu kurz, um solche Aussagen treffen zu können. Werden also die Hunde nicht innerhalb dieser zwei Wochen abgeholt werden sie getötet ...

Dieses Vorgehen ist also staatlich vorgeschrieben. Für die Betreibung der Stationen und die Bezahlung der Hundefänger sind die jeweiligen Gemeinden bzw. Städte zuständig. Einige Tötungsstationen werden auch von Firmen geleitet, die sehr gut für die "Aufräumarbeit" von den Gemeinden bezahlt werden. Allein in der Tötungsstation Budapest werden jährlich ca. 3000 Tiere umgebracht ...

Von staatlicher Seite her kümmert sich niemand um diese Betriebe. Mann/Frau kann sich vage vorstellen, wie es in diesen Behausungen zugeht. Die Zustände dort sind nahezu immer unvorstellbar grausam !

Oft bekommen die Hunde in den zwei Wochen nichts zu essen, müssen in winzigen Käfigen dahinvegetieren oder werden in Gruppen in Erdlöcher geworfen, um sich gegenseitig totzubeißen. Auch noch schlimmere Dinge erzählt mann/frau sich.

Sind dann die 14 Tage um, bestimmt der Hundefänger, ob er die Hunde verkauft (zB als Versuchstiere an Versuchslabore) oder ob er sie tötet oder eben einem Tierschutzverein übergibt.

Wenn der Fänger sich entschließt, die Hunde zu töten, werden die Tiere meist in Gruppen zusammengepfercht und erschlagen. Die Hunde leben dabei oft noch nach dem "Erschlagen" und werden auf einem Haufen mit vielen anderen verbrannt ...

U.a. bekommen die Hunde manchmal auch die offizielle Tötungs-Variante "T61". Dabei bekommen sie ein Gift verabreicht, welches zu Atemlähmung und schrecklichen Krämpfen bis eben zum Tod führt - natürlich meist ohne Narkosemittel ... Entschließt sich der Fänger für das Erschießen der Hunde, haben die Tiere noch die "humanere" Art des Tötens kennengelernt ...

Aus all diesen Gründen bemühen wir uns (und auch viele andere Vereine), soviele Hunde wie möglich aus diesen furchtbaren Tötungsstationen zu retten. Es ist natürlich sehr schwierig, die Tiere auszuwählen, welche weiterleben dürfen und welche nicht !

Deshalb ist es ganz wichtig, die Menschen in Ungarn dahingehend ein neues Bewusstsein zu zeigen, dass diese Tiere ein Recht auf Leben haben und nicht als "lästiges Dasein" angesehen zu werden ! Es ist wahrscheinlich ein langer Weg, dass dieses neue Bewusstsein in den Köpfen reift, doch je mehr sich für die Tiere in Ungarn engagieren und je mehr Menschen ihren Unmut dazu äußern, desto schneller werden wir etwas erreichen können !

Vor allem ist es wichtig, nicht aufzugeben. Es ist einigen Vereinen und Tierheimen bereits gelungen, die lokale Tötungsstation zu ersetzen - das heißt: ein Tierheim nimmt die herrenlosen Tiere auf und versuchen, sie weiterzuvermitteln. Doch leider ist das immer noch viel zu selten. Denn nach den Vorschriften muss ein 'Gyepmesteri Telep' die Aufgabe einer Seuchenstation erfüllen. Und das heißt, dass nicht nur streunende Hunde dahin kommen und getötet werden, sondern alle Tiere, die aus allen möglichen Gründen hinkommen.

Mittlerweile ist Ungarn EU-Mitgliedsland und deshalb hoffen wir, dass sich die Lage in absehbarer Zeit für die Tiere verbessert. Je mehr Menschen sich FÜR ein Leben der Tiere einsetzen, desto weniger werden in Tötungsstationen ihr trauriges Ende finden !

Und deshalb werden wir konsequent weiter gegen die "Sintértelep" agieren und für das Recht der Tiere auf Leben ...! Helfen auch Sie uns dabei ...

Die Tier-WeGe - 09.10.2007

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Für den Inhalt verantwortlich:
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