Wien - "Die verspätete Vorlage des Tierschutzberichts 2005/06 ist kein Grund zur Selbstbeweihräucherung", meint dieTierschutzsprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger. "Statt dieser Lobhudelei hätte sich die Ministerin kritisch damitauseinandersetzen sollen, wo es Defizite im Tierschutz gibt. Und davon gibt es wahrlich genug", so Weinzinger.
Die Einrichtung von Tierschutzombudsleuten sei zwar gelungen, allerdings seien die nicht in allen Bundesländern unabhängig. "Darüber hinaus verfügen sie über nicht genügend Ressourcen um effizient arbeiten zu können", erläutert Weinzinger.
Die Tierschutzsprecherin der Grünen zeigt sich enttäuscht darüber, dass die Ministerin gravierende Fragen wie erste notwendige Reparaturen des Bundestierschutzgesetzes nicht einmal angesprochen hat: "Es darf nicht verschwiegen werden, dass maßgebliche Inhalte des Tierschutzgesetzes nicht umgesetzt wurden. Zum Beispiel das Erlassen einer Qualzuchtverordnung oder die Sicherstellung, dass nur noch tierschutzgerechte, zertifizierte Stallsysteme auf den Markt kommen".
Ministerin Kdolsky hat im Frühjahr bereits mit einer Gesetzesreform begonnen und damit den ersten Schritt unternommen, den Tierschutz auszuhöhlen. "Mit der anstehenden Novelle droht eine weitere Verschlechterung im Tierschutz. Es besteht daher wahrlich kein Grund zum Jubeln", sagt Weinzinger abschließend.
Quelle: OTS-Mitteilung von "Die Grüne" - 06.11.2007