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Dieses Rind ist schwer verletzt: Ein Horn ist abgerissen, der drüber gesprühte Silberspray lässt das Blut "plastisch" erscheinen ...

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Durch Schläge auf den Kopf mit Eisenstangen ...

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... und nicht gemolken: Das bedeutet enorme Schmerzen für die Kuh !

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Überlange Hufe lassen auf die furchtbar schlechten Haltungsbedingungen rückschließen ... bedeutet auch: viele Schmerzen für das Tier !

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Bis zum letzten geschunden: Dieses Tier ist übersät mit Wunden, ausgemergelt und hat resigniert ...

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Nochmal das Rind, das so stark blutet - das aber niemanden interessiert !

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Viel zu kurz und zu eng angebunden ...

Ärgste Brutalität auf Polens Rindermarkt in Bodzentyn
Schläge mit Eisenstangen nicht nur für Tiere ... sondern auch für Tierschützer !

04:30 Uhr: In dem kleinen polnischen Dorf blockierten auf beiden Seiten geparkte Lkw´s die Straße und es ließ sich schon erahnen, dass hier ein riesiger Rindermarkt stattfand. Große Tiertransporter bis hin zu kleinen Traktoranhängern: Wir wunderten uns, dass ein Großteil der Transporter überhaupt noch fahrtüchtig war ! Die Viehhändler standen bereits dichtgedrängt vorm noch verschlossenen Tor ...


Immer wieder sahen wir die Augen der rund 400 Kühe, Stiere und Kälber aus den Fahrzeugen hervorblitzen, die verzweifelt und laut um Hilfe brüllten. Eine entsetzliche Atmosphäre ! Und da die Händler das Feilschen um die Tiere kaum erwarten konnten, wurden zum Teil bereits vor Beginn  außerhalb des Marktgeländes Rinder abgeladen und zum Kauf angeboten. Überall wurden Tiere mit Stricken und Ketten rund um die Lkw's angebunden – alle viel zu eng und viel zu kurz.

Das erste Kalb, das wir näher betrachteten, wurde gerade von einem potenziellen Käufer mit der Taschenlampe begutachtet und als er den Verkäufer nach dem Alter des Tieres fragte, antwortete dieser: "Eine Woche ..." ! Dieses Kuhbaby war noch so jung, dass noch die Nabelschnur herunterhing.

Die Tiere – besonders die Kälber – zitterten am ganzen Körper bei minus 10°C. Auch für viele Händler war das Warten zu kalt: der Großteil setzte sich in die Lkw´s und wärmte sich bei laufendem Motor auf. Beim Vorbeigehen an diesen Lkw's begannen unsere Augen von den Abgasen zu brennen. Wir konnten weichen – viele Tiere aber nicht: sie mussten hilflos und dichtgedrängt in dieser stinkenden Abgaswolke stehen ! Auch ihre Versuche, die Köpfe zur Seite zu drehen waren zwecklos, durch die kurzen Stricke war das einfach nicht möglich.

05:50 Uhr: Der Rindermarkt öffnete die Pforten. Kreuz und quer suchten sich die Händler mit ihren Fahrzeugen einen Platz. Und weder Polizei, Security, noch Tierärzte prüften beim Eingang, ob alles ordnungsgemäß war – obwohl sie gerade deshalb vor Ort sein müssten. Denn ihre Aufgaben wären zu prüfen - zB:
 - Wieviele Tiere sind geladen ?
- In welchem Zustand sind die Tiere ?
- Wie weit wurden sie bereits transportiert ?
- Haben die Tiere alle Ohrmarken und Papiere ?

Die Tiere wurden abgeladen. Unsere befürchtete Theorie bestätigte sich:
- Kleine Kälber standen neben großen Rindern, obwohl das eine enorme Verletzungsgefahr bedeutet; - Sogar Schweine und Hühner wurden zusammen mit Rindern angeliefert !
- Bei den Lkw's gab es generell keine einzige Trennwand.

Furchtbar war zum Beispiel das Ausladen einer ausgewachsenen Kuh von einem kleinen Autoanhänger: Ein Mann öffnete die hintere Klappe und augenblicklich fiel die Kuh mit  den Hinterbeinen voran heraus. Sie versuchte verzweifelt aufzustehen, konnte das aber beim besten Willen nicht, weil sie vorne im Anhänger mit dem Kopf viel zu kurz angebunden war und deshalb nicht weichen konnte. Während sie mit den hinteren Beinen dauernd auf der schrägen 'Abladerampe' nach hinten wegrutschte, strangulierte sie sich beinahe selbst. Der Mann und Vorübergehende würdigten dem verzweifelten Tier keinen Blick ! Nach ca. 20 min wurde sie schließlich verkauft und auf einen anderen Transporter verladen ...

Wir gingen weiter durch diesen Markt. Immer wieder fürchterliche Bilder:
- Den Tieren wurde mit Holz- und Eisenstangen direkt ins Gesicht oder auf sonstige empfindliche Körperteile geschlagen.
- Die Schwänze der Tiere wurden geknickt, um sie so unter Schmerzen voran zu treiben.
- Tritte in Bauch und Euter waren vollkommen normal, während die Rinder ab- bzw. aufgeladen wurden.
- Bei zwei Tieren sahen wir gebrochene Beine, die bereits riesig geschwollen waren.
- Immer wieder riesengroße Euter, wo Milch raustropfte – die Kühe waren nicht mehr gemolken worden und so mussten sie zusätzlich enorme Schmerzen aushalten.
- Teilweise sahen wir hochschwangere Kühe.
- Einige bis auf die Knochen abgemagerte Milchkühe hatten anscheinend ihren Dienst getan und wurden an Schlachtviehhändler verkauft – Anm.: als Dank für ihren "Nutzen" ...
- Viele der Tiere hatten Hufrehe: Diese langen verformten Hufe entstehen, wenn die Tiere nicht regelmäßig gepflegt und behandelt werden. In diesen Fällen waren sie nie behandelt worden und die Rinder mussten mit den wahnsinnigen Schmerzen, die die Hufrehe verursacht, sicher bereits jahrelang leben ...
- Die Auf- bzw. Abladerampen der Lkw´s waren oft beinahe senkrecht, sodass sich viele Tiere aus Angst weigerten. Und wieder "behandelten" die Händler die Rinder mit roher Gewalt, bis sie ihre Angst vor den Rampen aufgrund der zugefügten Schmerzen überwinden mussten.

Tätlicher Angriff auf einen Tierschützer - Niki Kulmer vom Verein Tier-WeGe berichtet:
"Und dann passierte es: Ich sah plötzlich in ein blutüberströmtes Gesicht eines Rindes: Ein Horn war anscheinend gerade erst abgerissen worden, denn große Blutpfützen markierten den Weg des Tieres am Boden. Dieses Tier war ärgstens verletzt ! Und trotzdem standen die Händler ringsum seelenruhig da und verhandelten ihre Preise.

Und da platzte mir der Kragen: Hatte ich zuvor heimlich Fotos aufgenommen, holte ich jetzt meine Kamera heraus und begann zu fotografieren. Auf einmal begann ein Geschrei, 2-3 Männer rempelten mich an und packten mich beim Arm. Schließlich war ich von immer mehr Männern umringt. Ein Mann schlug dann - ohne zu zögern - mit seiner Eisenstange auf meinen Rücken ein ! Zum Glück dorthin und nicht beispielsweise auf meinen Kopf ...!

Ich kam mir ins Mittelalter rückversetzt vor, wo Leute einen 'Aussätzigen' aus ihrem Dorf vertreiben wollen ... Die Männer pushten sich selbst mit ihrem Geschrei zusehends und immer mehr Leute stürmten auf mich zu. Ich versuchte, meine Kamera und vor allem meinen Kopf zu schützen, während mich nun ein zweites Mal eine Eisenstange traf ... Irgendwie konnte ich entkommen ... Meine Theorie wurde hier eindeutig bestätigt: Wer Gewalt gegen Tiere ausübt, hat auch keine Scheu, Gewalt gegen Menschen anzuwenden !"


Vertreiben ließen wir uns trotzdem nicht von diesem schrecklichen Ort ! Wir beobachteten einen Händler, wie er nach dem Kauf eines Kalbes eine Ohrmarke aus seinem Lkw herausholte und sie dem Tier mit einer Zange ins Ohr stanzte ... Rund 50% aller Tiere auf diesem Rindermarkt – also ca. 200 Kühe, Stiere und Kälber – hatten keine Ohrmarke ! Soviel zur EU-Kennzeichnungspflicht und soviel zum anscheinend gesetzlich legitimierten Deklarationsschwindel !

Denn: Was war nur los mit der Polizei vor Ort ? Der Security vor Ort ? Oder den beiden Männern in den weißen Mänteln, die wahrscheinlich Tierärzte darstellen sollten ? Sie taten NICHTS ! Weder kümmerten sie sich um die fehlenden Ohrmarken, noch um die vielen verletzten Tiere oder um die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeuge ! Auch nicht um mich, als ich angegriffen wurde ... Im Gegenteil: Diese Leute scherzten und lachten mit den Händlern. Vielleicht deshalb, weil dieser Viehmarkt vom Bürgermeister veranstaltet wird ... ?

Beim Verlassen des Marktes sah ich noch diese eine Kuh: Ich habe sie lange beobachtet ... das Tier war bereits heiser vom vielen Schreien, niemand hörte sie und trotzdem gab sie nicht auf. Ich habe ihre Schreie gehört und werde sie nicht vergessen ! Wir werden für sie weiterkämpfen !

Unsere Forderungen sind :

-Dass solche Märkte von der EU sofort geschlossen werden müssen !!!
- Tiere dürfen nicht solch brutalen tierquälerischen Menschenhänden überlassen werden !
- Besonders TierhalterInnen müssen noch strenger kontrolliert werden, da ihnen die sogen. "Nutztiere" hilflos ausgeliefert sind !
- Wir fordern den sofortigen Rücktritt des Bürgermeisters von Bodzentyn, der diesen Tiermarkt organisiert  !

Wir fordern die sofortige Schließung dieser Tiermärkte Wir werden uns mit höchsten Stellen in Verbindung setzen, um diese wöchentliche Tierquälerei zu beenden !

Quelle: Die Tier-WeGe - 05.02.2011

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