
Ein letzter Blick eines Rindes, das auf dem Weg nach Italien ist ...

... ein völlig maroder ungarischer Tiertransporter, vollgestopft mit unzähligen Hühnern ...

... ein stark erkältetes polnisches Kuhbaby, auch auf dem Weg nach Italien. Welche Strapazen müssen diese Tiere nur aushalten ...?

... zusammengepferchte Masthühner, gestapelt in Kisten wie leblose Ware ...

... ein kroatischer Tiertransporter auf dem Weg nach Graz ...
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Wir hatten schon lange den Verdacht, dass die von uns geprüften Tiertransporter aus fernen Ländern Österreich seit geraumer Zeit meiden. Bei unseren vielen Recherchen und Checkpoints waren sie plötzlich wie vom Erdboden verschwunden.
Aber sie rollen tagtäglich gnadenlos weiter ! Und zwar um Österreich herum - in unseren Nachbarländern. Und dabei ist es gesetzlich verankert, dass ein Tiertransporter die kürzeste Strecke von A nach B wählen muss.
Doch durch die - durch unsere Interventionen - vielen und hohen Geldstrafen meiden die Lebendtier-Spediteure nun unser Land, statt dass sie die gesetzeswidrigen Missstände Ihrer Lkw's beheben !
Das beginnt bei nicht vorhandenen oder nicht funktionstüchtigen Tränkesystemen, fahrzeugtechnische Mängel, zuviele Tiere und hört mit dem Nicht-Einhalten gesetzlich vorgeschriebener Pausen auf.
In Slowenien fuhr vor uns ein Kälbertransporter von Polen nach Italien. Auf einer Raststation machten die beiden Fahrer einen Tankstopp. Die Kälber schrien vor Durst, leckten wie wild an den Stangen ! Ein typisches Zeichen dafür, dass sie schon ewig ohne Wasser unterwegs waren ... Dem Fahrer, der sich die Beine nach der bereits langen Fahrt vertreten konnte, reagierte gar nicht auf diese Hilfeschreie. Sie setzten mit ruhigem Gewissen die Fahrt - ohne Pause für die Kälber - fort ...
Oder ein völlig maroder Hühnertransporter, der von Slowenien auf dem Weg nach Ungarn war: In Kisten - so klein wie Gemüsesteigen - waren unzählige Masthühner eingepfercht. Die Federn standen kreuz und quer aus den Käfigen ...
Oder ein Schweinetransporter: Mit viel zu hoher Geschwindigkeit fuhr der Lkw mit Anhänger und 4-stöckig beladen mit Schlachtschweinen durchs Land !
Welch hohen Preis müssen diese Tiere bezahlen ! Nur damit der "globale Warenverkehr" ja gewährleistet ist. Die EU ist unserer Meinung nach auf jeden Fall die hauptschuldige Instanz für diese millionenfachen Horrorszenarien in Europa. Und es wäre ein Leichtes für die europäische Gesetzgebung, diese Tierquälerei auf unseren Straßen endlich zu beenden.
Denn
Tiere sind Lebewesen und keine Sachen !
Quelle: Die Tier-WeGe - 17.01.2011
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