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Vier Uhr Früh, das Aprilwetter wird seinem Ruf an diesem Montag gerecht. 16 Mann der niederösterreichischen Landesverkehrsabteilung bringen sich trotz Regen und Kälte entlang der Westautobahn und der Schnellstraße 33 in Position - für die erste groß angelegte "Aktion scharf" auf heimische Tiertransporter.
Insgesamt wurden 24 mit Rindern und Schweinen beladene Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen. Das Ergebnis schockt Tierschützer: Ein Drittel der Fahrzeuge war hoffnungslos überfüllt - die Tiere waren unter unwürdigsten Bedingungen hineingestopft. Für neun Lenker hagelte es Anzeigen nach dem Tierschutzgesetz.
Zwölf Stunden lang hatten die Spezialisten der Verkehrsabteilung nur eines im Visier: Fahrzeuge mit der markanten Aufschrift "Achtung Tiertransport". Die Schlachthöfe öffnen montags ihre Tore sehr früh - heimische Landwirte schicken ihre Tiere auf die letzte Reise.
Das Bild, das sich den Beamten auffallend häufig bot, spricht Bände: Schweine drängen sich im Laderaum, springen mit den Vorderläufen auf andere, weil sie keinen Platz haben. Rinder stehen zusammengepfercht kreuz und quer. Weil Trennwände fehlen, haben sie Mühe, dass sie sich bei Lenkbewegungen auf den Beinen halten. Vorgeschriebene Reinigungen im Transporter werden einfach ignoriert. Einige "Chauffeure" konnten am Montag nicht einmal die für Tiertransporte benötigte Ausbildung nachweisen.
Damit nicht genug: Es hagelte auch Anzeigen wegen nicht eingehaltener Ruhezeiten, vier nach dem Güterbeförderungsgesetz, zwei wegen völliger Überladung.
Willy Konrath, Vize-Chef der Verkehrsabteilung, ist zufrieden. Eine Schwerpunktaktion dieser Größenordnung gab es nie zuvor.
Helmut Wolfger, Präsident des NÖ Tierschutzverbandes, jubelt: "Es ist wichtig, dass die Transporteure wissen, dass sie kontrolliert werden." Was laut Konrath auch weiterhin passieren wird. "Das ist nicht nur für Tierschützer wichtig", fügt Wolfger hinzu, "sondern auch für Konsumenten. Denn die Angst der Tiere isst man mit."
Quelle: kurier.at - 15.04.2010
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