
Zu Tode erschöpft ! Über 21 Stunden dauert zum Zeitpunkt dieses Fotos bereits die Tortur ...

Die vorbildlich agierenden Polizisten sind erschüttert ...

"... Dem Tierschutz verpflichtet ..." steht auf einem Aufkleber des Tiertransporters ! Totaler Widerspruch zu den malträtierten Tieren ...

Augen sagen mehr als 1000 Worte ...!
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Rinder aus der Slowakei, der Tiertransporter aus Ungarn und die Schlachtung in Österreich – wieder beim Schlachthof Graz! Die Lebendtiertransporte sind nicht nur von Tierschutzseite her fürchterlich, solche Transporte sind auch wirtschaftlich gesehen absurd und sind zusätzlich eine starke Umweltbelastung !
Und wieder ging den TierschützerInnen der "Tier-WeGe" ein mangelhafter Langstrecken-Tiertransport ins Netz. Im Wechselabschnitt der A2 Südautobahn (Höhe Schäffern) fiel den TierschützerInnen ein doppelstöckig beladener ungarischer Rindertransporter auf. Augenscheinlich wirkte er zu niedrig. Schließlich pausierte der Tiertransporter bei der Raststation Ilz (Fürstenfeld). "Anstatt die Tiere bei dieser längst überfälligen– wie sich später herausstellte - Pause zu versorgen, gingen die beiden einen Kaffee trinken ! Die Rinder waren zu diesem Zeitpunkt schon über 21 Stunden ohne Pause in den Transporter gepfercht, mussten bei 0°C in der Kälte leiden und brüllten vor Durst", so Nikolaus Kulmer von der Tier-WeGe. Die TierschützerInnen verständigten die Polizei, die rasch zur Stelle war. Die Beamten zeigten sich ausgesprochen engagiert und begutachteten den Tiertransporter genauestens.
Bald stellten sie einige Mängel fest und zogen den Amtstierarzt heran:
- Wie schon eine Woche zuvor bei einem tschechischen Tiertransporter, war die Zwischen-Trennwand viel zu hoch montiert, so dass sie für die Rinder ein extremes Verletzungsrisiko darstellte (42 cm vom Boden weg). Dh, die Beine der Tiere können leicht bei einer Bremsung unter die Wand geraten
- Wie es der jüngste Vorfall vergangener Woche mit den teils schwerverletzten Tieren zeigte. (Laut den gesetzlichen Tiertransportbestimmungen muss eine Trennwand so montiert sein, dass keine Extremitäten unten durchpassen - bei Rindern sind es ca. 10 cm max.) - Das Tränkesystem funktionierte wie so oft auch bei diesem Lkw nicht. Diesmal nicht wegen eines technischen Defekts, sondern die Wassertanks waren leer. (Volle Wassertanks, die die Versorgung der Tiere gewährleisten sind gesetzlich verpflichtend.)
- Die Raumhöhe im oberen Bereich des zweistöckig beladenen Transporters war viel zu niedrig. Die Tiere müssten mindestens eine Rückenfreiheit von 10 cm haben. In diesem Fall standen die Rinder mit dem Rücken an der Decke an, so dass sie nicht einmal den Kopf heben konnten !
- Die 'Einstreu' im vorderen Bereich war blankes Riffelblech, so konnten sich die Tiere während der 21-Stunden-Tortur nicht einmal hinlegen !
- Die Besatzdichte mit 32 ausgewachsenen Rindern war zu hoch und wurde vom Amtstierarzt beanstandet.- Die Ruhezeiten wurden von den Fahrern bei weitem überschritten.
- Außerdem war der Lkw mit Sommerreifen unterwegs, obwohl auf der Autobahn im Wechselabschnitt tiefwinterliche Fahrverhältnisse herrschten (Schneefahrbahn).
Die Fahrer mussten vor Ort umgehend eine hohe Geldstrafe bezahlen, zusätzlich wurde die Tiertransportfirma angezeigt.
Nikolaus Kulmer von der "Tier-WeGe" meint dazu:
"Einmal mehr musste ich völlig erschöpften Tieren in die Augen sehen. Es ist unvorstellbar, was diese Tiere aushalten müssen ! Man stelle sich nur vor, man fährt mit dem Pkw 21 Stunden lang ohne eine einzige Pause durch - obwohl man da noch bequem sitzen würde - kein Trinken, kein Essen ! Ein Albtraum, der sich da in Europa tagtäglich abspielt. Aus Ungarn donnern LKW´s in die Slowakei, um Tiere dann nach Österreich zum Schlachten zu bringen ! Und in welches Land kommt diesmal das Fleisch hin ...?
Ein Polizist meinte erschüttert zu mir, "... wenn man so etwas sieht, vergeht einem das Fleisch essen ...!" Ich kann ihm nur zustimmen - WIE RECHT HAT ER !!"
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