Und so mussten die Kälber bereits fünf qualvolle Stunden in dem hoffnungslos überladenen Transporter ausharren.
"Das Leiden der Tiere war völlig unnotwendig. Der Lkw-Fahrer hatte die Höhe der Käfige aus Schlampigkeit viel zu niedrig eingestellt", erklärt Rabitsch: "Rinder können nicht gebückt stehen und sie scheuerten daher mit ihrem Rücken an der Decke des Lkw.
Hätten wir den Transporter nicht angehalten, hätte das für die Vierbeiner schlimm geendet. Denn der Lkw war unterwegs nach Venedig, wo die in Linz und Salzburg aufgeladenen Kälber gemästet werden sollen.
"Bei der Kontrolle haben wir auch die Ruhe- und Fahrzeiten des Lkw-Lenkers in den vergangenen 28 Tagen kontrolliert. Es hat grobe Verfehlungen gegeben", berichtet Abteilungsinspektor Norbert Rohseano.
Nachdem die Tiere versorgt wurden, durfte der Lenker aus Venedig dennoch die Fahrt fortsetzen. Rohseano: "Wir haben eine Sicherheitsleistung eingehoben und bei der Bezirkshauptmannschaft Anzeige gegen ihn erstattet."
Quelle: Kronenzeitung - 08.07.2009