Ein aufmerksamer Tierschützer der Tier-WeGe kontrollierte heute einen Tiertransporter mit 65 Jungbullen, aus Polen kommend. Die Tiere waren für einen Schlachthof in Frankreich bestimmt - ihr Weg führte über Österreich, Italien bis zu ihrem Bestimmungsort.
Die Tiere waren bereits 14 Stunden unterwegs. Die Tiere im mittleren Abteil hatten keine Möglichkeit zu den Tränken zu gelangen ! Ein weiteres Beispiel für uns, dass Lebend-Tiertransporte über lange Strecken nicht in Ordnung sind.
Ein Tier hatte sich aufgrund der Erschöpfung hingelegt. Der Stier war mit einem Fuß unter die Trennwand geraten und konnte nicht mehr aufstehen. Der Tierschützer forderte den Mann auf, dem Tier zu helfen. Der Fahrer nahm daraufhin eine Eisenstange und "bearbeitete" den Stier solange, bis dieser aufgrund der Schmerzen schließlich mühsam aufstand ... Wie wir schon lange wissen, ist es ein Ding der Unmöglichkeit, einem Tier im Wageninneren zu helfen, ohne dass alle Tiere abgeladen werden - ein weiterer Tatbestand, dass Lebend-Tiertransporte ohne Tierquälerei nicht funktionieren !
Nicht einmal die Hälfte der Strecke hatten die Tiere hinter sich. Auf sie wartete noch eine Fahrt von mindestens 24 Stunden !
Max von der Tier-WeGe meint dazu:
Es ist unglaublich: Dieser Tiertransporter wurde schon mehrmals von uns kontrolliert und immer mit den gleichen Mängeln ! Wann wird so ein Lkw endlich aus dem Verkehr gezogen ?! Und Lebend-Tiertransporte sind sowieso eine 'Ironie' - mann/frau siehe es an diesem Beispiel. Für die Fahrer sowieso nur eine Fracht, was uns augenscheinlich mit der Eisenstange vorgeführt wurde ...! Wann sieht die EU es endlich ein, diese Tierquälerei schleunigst zu verbieten. Sie soll endlich aus ihrem Tiefschlaf erwachen ...
Die Tier-WeGe - 03.07.2009