Bezirk Melk - 131 Kälber erlitten Erfrierungen und wurden weder gefüttert noch
getränkt. Der Tiertransporter wurde von der Polizei gestoppt. Anscheinend verschärft die Polizei den Druck auf die Tiertransporteure
Am Samsta Vormittag kontrollierten Polizeibeamte bei Loosdorf einen
Lkw, der mit 131 Kälbern aus Rumänien beladen war. Die Fahrzeuglenker waren
schon 19 Stunden ohne Unterbrechung unterwegs, die vorgeschriebenen Pausen
für Fütterung und Tränkung wurden nicht eingehalten. Außerdem war der
Wassertank für die Tränkungsanlagen leer. Geeignetes Futter war ebenfalls
keines im Fahrzeug. Auch waren die Lüftungsklappen des Sattelanhängers
nicht geschlossen.
Durch die Zugluft und die tiefen Außentemperaturen hatten
die nur wenige Wochen alten Kälber Erfrierungen an Schnauzen und Ohren. Der
Kälbertransport wurde zu einer Notversorgungsstelle nach Ybbs gelotst, wo
die Tiere abgeladen und entsprechend versorgt wurden. Trotz tierärztlicher
Versorgung konnte ein geschwächtes Kalb nicht mehr gerettet werden und wurde an Ort und Stelle von den Leiden erlöst.
Petra Kulmer von der Tier-WeGe meint dazu: "Es scheint, dass die Exekutive nun verstärkt Tiertransporte kontrolliert und das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung ! Denn nur bei verschärften Kontrollen trauen sich Tiertransporteure immer weniger, die Gesetzesauflagen zu verletzen.
Die Gesetze werden nach wie vor verletzt, obwohl diese sehr sehr wenig auf den Schutz der Tiere Rücksicht nehmen. Vorrangig ist der Profit auf dem Rücken der Tiere ! Wir setzen uns für die Tiere ein, die Lebewesen, die soviel an Qualen erdulden müssen, um die Profitgier einiger Menschen zu stillen. Und wir werden nicht eher ruhen, bis unsere Forderungen erfüllt sind !
Wir fordern:
- Tiere (vor allem auch "Nutztiere" dürfen nicht länger als "Sachen" angesehen werden !
- Tiere müssen vom freien Warenverkehr ausgenommen werden !
- Wir fordern das endgültige AUS für alle Langstrecken-Lebendtiertransporte !
- Bis dahin verstärkte Kontrollen durch die zuständigen Stellen."
Quelle: Tier-WeGe, "NÖN" - 29.01.2008