AktivistInnen der "Tier-WeGe" sehen einen Lämmertransporter aus Polen kommend auf dem Weg nach Italien. Sofort nehmen sie die Verfolgung auf, bis der Tiertransporter von der Exekutive gestoppt wird
Unzählige Lämmer sind auf dem Lkw ! Sie schreien vor Durst, doch haben die jungen Tiere noch fast keine hörbaren Stimmen ! Verzweifelt versuchen die Lämmer auf sich aufmerksam zu machen, doch die Polizei ist nur an den Fahrzeugpapieren interessiert ...
Dass Kontrollen von Tiertransportern von den jeweilig involvierten Menschen abhängig sind, konnte gestern einmal mehr beobachtet werden !
Das Überprüfen eines Lebendtier-Transporters ist eine sehr langwierige Angelegenheit, wenn die Exekutive ernsthaft kontrollieren will. Denn sollte die Polizei evtl. Mängel beim Einhalten der Tierschutzgesetze feststellen, muss der zuständige Amtstierarzt dazu geholt werden.
So läuft normalerweise eine Tiertransport-Kontrolle ab. Beim gestrigen Lämmertransport hingegen wurden die Tiere nur eines kurzen Blickes gewürdigt und dann völlig außer Acht gelassen !
Petra Kulmer von der Tier-WeGe meint dazu:
"Wir wissen, dass die Kontrollen von Lebend-Tiertransporten zeitintensiv sind. Und wenn wir dürften, würden wir jederzeit solche Transporter kontrollieren helfen. Doch das Gesetz schreibt eben einen Weg über die Exekutive vor, der einzuhalten ist !
Die unzureichende Kontrolle des Lämmertransporters zeigt uns einmal mehr, dass 'exakte Kontrollen' ein Wortspiel der EU-PolitikerInnen ist, um die Bevölkerung zu beruhigen ! Das über Tausende Kilometer Hin- und Herkarren von lebenden Tieren ist ein großes Verbrechen und mit nichts zu rechtfertigen ! Die Transporter können NIEMALS flächendeckend kontrolliert werden ...
Meine Meinung: Langstrecken-Tiertransporte sind ein legalisiertes Verbrechen der Politik auf Grund einer riesigen und finanzstarken Fleischlobby in deren Rücken ...!"
Quelle: Die Tier-WeGe - 20.02.2008