Einmal mehr sorgen Lebend-Tiertransporter für Schlagzeilen: Am Dienstag wurden zwei Tiertransporter in Spielfeld von engagierten Beamten der Landesverkehrsabteilung angehalten. Vom zugezogenen Amtstierarzt wurden dabei gravierende Tierschutzmängel festgestellt - 1800 Lämmer waren auf viel zu engem Raum eingepfercht !
Unzureichende Versorgung
Die Lämmer waren jeweils in vier Etagen auf dem Fahrzeug und dem Anhänger untergebracht, aufgrund der ungenügenden Raumhöhe konnte die Tiere nicht aufrecht stehen. Außerdem bekamen die Lämmer nicht regelmäßig Trinkwasser, auch die gesetztlich vorgeschriebenen Futtermittel wurden nicht mitgeführt. Verzweifelt leckten die jungen Schafe die Bordwände ab in der Hoffnung Wasser zu entdecken ! Besonders gravierend war, dass die Transporter, die aus Rumänien gekommen waren, um rund 150 Lämmer zu viel geladen hatten - viele Tiere waren dadurch sehr geschwächt.
In Spielfeld verpflegt
Die Lämmer wurden nach der Anhaltung umgehend mit Wasser versorgt und vom Amtsarzt tierärztlich untersucht. Die Tiertransporteure mussten Strafe zahlen und durften nach der Notversorgung weiterfahren ...
Petra Kulmer von der Tier-WeGe meint dazu: "Es ist eine Katastrophe, die sich immer und immer wiederholt ! Lebende Tiere sind eben keine Sachen, keine Waren, die mann/frau kreuz und quer herumshippern kann ! Es sind Lebewesen - auch wenn der Mensch gewissen Tieren die Bezeichnung "Nutz"-Tiere verpasst hat !
Eigentlich ist es eine logische Sache: Niemals können diese Langstrecken-Tiertransporte gut geheißen werden. Geschweige denn mit Geld unterstützt werden ! Tiere sind fühlende Individuen und LEBEN ! Kein Gesetz dieser Welt kann den Tieren dieses Leben und Leben Wollen absprechen !
Wir werden uns so lange für das Aus dieser furchtbaren Langstrecken-Tiertransporte einsetzen, bis es auch tatsächlich keine mehr gibt !!!"
Quelle: Die Tier-WeGe, "Kronen- u. Kleine Zeitung" - 12.03.2008