Hunderte Hasen ohne Wasser in Transporter. Der Lkw war 41 Stunden unterwegs - er wurde auf der Südautobahn gestoppt. Der Lenker wurde angezeigt
Zusammengepfercht in engen Holzboxen, ohne Wasser und nur mit sehr wenig Futter - unter diesen grausamen Bedingungen wurden rund 900 Hasen in einem Lkw transportiert. Auf der Südautobahn bei Mooskirchen (Steiermark) wurde die Horror-Fahrt gestoppt. Das Schwerfahrzeug war bereits seit 41 Stunden unterwegs !
Am Dreikönigstag (06.01.), so gab der Lenker bei der Einvernahme an, seien die Hasen in Ungarn in den Transporter geladen worden. Die Fahrt sollte nach Italien gehen. Bei der Kontrolle auf der Südautobahn im Bezirk Voitsberg, Steiermark war der Lkw bereits seit 41 Stunden unterwegs. Erlaubt wären 24 gewesen.
Auf dem Schwerfahrzeug samt Anhänger waren Hunderte Hasen in kleinen hölzernen Transportboxen untergebracht. Zusammengepfercht, ohne Wasser und nur mit sehr wenig Futter waren die Käfige nicht ausreichend gegen die Fahrzeugbewegungen gesichert. "Den Feldhasen wurden beim Abbremsen, Anfahren und anderen Manövern wahrscheinlich Schmerzen und Leiden zugefügt", so Wolfgang Teutschl vom Landespolizeikommando.
Der Lenker konnte seine lange Fahrt nicht genau dokumentieren, weil er das Kontrollgerät stets falsch bedient hatte. Abgesehen davon hatte er auch keinen gültigen Befähigungsnachweis für Tiertransporte. Er wurde angezeigt. Der Amtstierarzt versorgte die Hasen - laut Papieren sollen sie in Italien ausgewildert werden.
Tierleid bei 41-Stunden-Transport: Ganz ohne Wasser waren 900 herzige Feldhasen in diesem Lkw in kleine Holzboxen gesperrt.
Kreuz und quer werden Tiere über den Kontinent transportiert ! Ein Fass ohne Boden ! Die Tier-WeGe setzt sich stark dafür ein, dass lange Lebend-Tiertransporte bald der Vergangenheit angehören. Wir machen mobil gegen diese Tierquälerei !
Quelle: "Kronenzeitung" - 10.01.2008