Um 03:30 Uhr morgens erreichte die Tier-WeGe der Anruf eines geschockten Tierschützers. Er hatte einen Tiertransporter gesehen, wo wieder einmal Kälber vor Durst schrien.
Sofort machte sich Kubista von der Tier-WeGe auf den Weg, um den Tiertransporter zu begutachten. Bei Ilz (A2) konnte er sich schließlich selbst ein Bild des Kälbertransporters machen und verständigte umgehend die Polizei: Der Lkw sei Richtung Süden unterwegs und er solle kontrolliert werden, da er wahrscheinlich gegen Tierschutz-Bestimmungen verstoße.
Inzwischen fuhr der Tierschützer dem Tiertransporter nach. Nach ca. 20 min erreichte Kubista ein Anruf der Exekutive. Doch von einer Station, die bereits außerhalb des Wirkungsbereiches war. Erneut rief Kubista die Polizei an - nun war er bereits Höhe Graz unterwegs. Wieder hörte er von der Behörde, dass sie bemüht sei, den Transporter zu stoppen.
Schließlich, nur noch 57 km von der slowenischen Grenze entfernt, versuchte der Tierschützer noch einmal die Polizei zu bewegen, den Tiertransporter zu kontrollieren.
Fazit: Der Kälbertransporter wurde NICHT kontrolliert, obwohl dazu genug Zeit und Gelegenheit dazwischen gewesen wäre.
Kubista meint dazu: "Was hilft mir ein 'Notrufsystem', wenn ich bei einem Notruf keine Hilfe erhalte ?! Die Exekutive hatte mehr als eine Stunde Zeit, um den Tiertransporter zu stoppen - getan hat sie es nicht !
Das Leben von Tieren spielt anscheinend keine Rolle. Ihr Zustand ist viel zu vielen Menschen egal. Wichtig ist nur, dass das 'tägliche Schnitzel' am Teller liegt.
Was die Tiere dafür erleiden müssen, kann niemals egal sein. Tiere sind lebende und fühlende Wesen, die Schmerzen, Durst und Hunger erleben - und daher muss gewährleistet sein - ja, es muss erste Priorität haben, dass zumindest die Kontrolle dieser Tiertransporte einwandfrei und perfekt funktioniert !
Und dafür werden wir uns konsequent einsetzen ! Bis eines Tages die furchtbaren Langstrecken-Tiertransporte der Vergangenheit angehören."
Quelle: Die Tier-WeGe - 04.04.2008