EU-Ausschuss macht Weg frei für Ende der EU-Subventionen für Lebendtransporten von
sogenannten Schlachttieren
Der heute in Brüssel tagende Verwaltungsausschuss für Rindfleisch hat soeben über das sofortige Ende der EU-Subventionen für Schlachttiertransporte abgestimmt. EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer-Boel hatte einen Verordnungsentwurf vorgelegt.
Um das Ende der Qualsubventionen noch zu stoppen, hätte sich der Ausschuss mit qualifizierter Mehrheit dagegen aussprechen müssen. Diese Mehrheit kam nicht zustande. Damit ist der Weg für die EU-Landwirtschaftskommissarin frei, das Ende der Zahlungen direkt beschließen zu lassen, ohne weitere Beratungen im EU-Rat.
Allein über 200.000 Rinder werden bisher Jahr für Jahr unter unsäglichen Bedingungen bis in den Vorderen Orient transportiert. In erster Linie handelt es sich dabei um Schlachttiere.
Die erneut vorgelegten Beweise von Manfred Karremann und Team, die unvorstellbare Tierqälereien bis Beirut aufgezeichnet haben, haben die EU-Kommissarin und die Ausschussmitglieder offenbar entscheidend dazu bewegt, endlich zu handeln.
Für die Exporte von lebenden Rindern in den Libanon und nach Ägypten erhalten die Beteiligten bisher noch immer Gelder in Form von EU-Subventionen. Durchschnittlich werden EUR 231,00 Euro EU-Steuergelder pro Rind an die Exporteure gezahlt. In diesem Jahr wurden ca. 77 Mio. Euro für Ausfuhrerstattungen bereitgestellt, mehr als in den Jahren vorher. Diese subventionierte Tierqual – zumindest für Schlachtrinder - ist nun bald beendet.
23.12.2005
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