Bald ist es wieder so weit: Mit (sogar Menschen)Ohren betäubender Knallerei und einem von hundertfachem Leuchten erhellten Nachthimmel feiern wir den Jahreswechsel. Mit dem tieferen Sinn(???) oder der Umwelt(un)verträglichkeit(!!!) dieses Spektakels wollen wir uns hier aber nicht weiter beschäftigen, wohl aber mit den gestressten Tieren, die in der Silvesternacht (und oft schon Tage davor und danach) schrecklich leiden:
WILDTIERE reagieren auf die Raketenknallerei mit panikartiger Flucht, wofür besonders viel Energie aufgewendet werden muss. Der lebensnotwendige Energiebedarf kann im Winter aber oft nicht ausreichend gedeckt werden, weshalb der zusätzliche Stress sehr leicht zum Tod der Tiere durch Erschöpfung führen kann!
HAUSTIERE sollten Silvester keinesfalls alleine verbringen müssen! Ein wenig Ablenkung mit Suchspielen wäre für HUNDE ideal, dabei sollte aber auf keinen Fall der Fehler gemacht werden, auf ängstliches Verhalten mit „Belohnung“ zu reagieren, was gutes Zureden und Streicheln für den Hund natürlich ist. Jeder Versuch, einen ängstlichen Hund zu beruhigen, wäre kontraproduktiv, weil er sich durch allzu viel „Verständnis“ von seinem Zweibeiner nur in seiner Angst bestätigt sieht.
Wenn eine ruhige Umgebung (am besten) in den vertrauten vier Wänden geschaffen wurde, und der Chef/die Chefin völlig entspannt sind, wird sich auch der Hund bald beruhigen. Wenn nicht – wenn er sich „ins letzte Eck“ verkriecht, sollte man ihn dort lassen und unbeeindruckt weiterhin einfach nur die nötige Ruhe ausstrahlen. Hunde sollten um Silvester - am besten schon am Tag davor – nur mehr angeleint raus gehen, um nicht zu riskieren, dass sie in Panik weglaufen und die Orientierung verlieren.
KATZEN sollten aus demselben Grund spätestens am frühen Nachmittag ins Haus geholt werden, um sich dort – bei geschlossenen Vorhängen und ruhiger Musik – (halbwegs) sicher fühlen zu können.
Wenn Haustiere besonders leiden, kann man ihnen mit Rescue-Tropfen (ab ca. 18h stündlich, später alle 20 Minuten 3-5 Tropfen geben) oder mit Notfallstropfen von Dr. Bach (in Tablettenform) helfen.
Besonders „schwierige Fälle“ können vom Tierarzt mit leichten Beruhigungsmitteln versorgt werden.
Wir wünschen Mensch und Tier einen angenehmen Jahreswechsel und ein glückliches, gesundes 2010, in der Hoffnung, dass die vielen kleinen Silvesterschweinchen ihre ganze Kraft vereinen mögen, um ihren echten Brüdern und Schwestern in den Tierfabriken auch einmal ein bisschen Glück (und die Menschen endlich zum Nachdenken) zu bringen!
C. Dörfler, Die Tier-WeGe - 30.12.2009