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Streunerhunde in Rumänien - ein Erlebnisbericht ...

Vor einer Woche war Niki Kulmer mit zwei weiteren Tierschützern ("RespekTiere" und "Sternenhof") in Craiova, Rumänien, um vier Hunde nach Österreich bzw. Deutschland zu holen. Seine Erzählungen von dieser ungemein anstrengenden Reise (Fahrtdauer 44 Stunden!) waren so erschütternd, dass wir einfach handeln mussten. Niki erzählte uns von einer Hündin namens Nadja, die er in der Auffangstation des Vereins „Hope for Animals“ in Craiova gesehen hatte. Nadja hatte drei gebrochene Beine und litt unter solch großen Schmerzen, so dass eine sofortige Mitnahme leider nicht möglich war. Er gab ihr das Versprechen, zurückzukommen und sie zu holen.

Durch Zufall kam es dazu, dass er gemeinsam mit mir und Barbara schon wesentlich früher sein Versprechen einlösen konnte als er gedacht hatte. Nadjas Geschichte berührte auch Herbert Oster von der Arche Noah Graz. Spontan stellte er einen seiner Busse zur Verfügung, der mit Decken, Matratzen und jede Menge Futter gefüllt wurde. Innerhalb von zwei Tagen hatten wir alles so weit organisiert und so konnten wir am Samstagnachmittag gut gelaunt losfahren. Unser Ziel war es, Nadja nach Graz zu holen, um ihr hier die medizinische Versorgung geben zu können, die ihr in Rumänien verwehrt blieb.

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Die Straßenverhältnisse sind perfekt und wir passieren gegen 20.00 Uhr die rumänische Grenze. Kaum sind wir ein paar Meter in Rumänien gefahren, kommt uns bei einer kurzen Pause schon der erste Straßenhund entgegen. Das Futter, das wir dem aufgeweckten, schwarzen Mischlingsrüden anbieten, nimmt er nach kurzer Überlegung schmatzend an und verschlingt es gierig. Er ist einer von vielen, die wir auf dieser Reise füttern werden. Immer wieder bleiben wir stehen, um den unbarmherzigen Hunger dieser armen Kreaturen wenigstens für ein paar Stunden zu lindern.

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Gegen 3.00 Uhr früh (nach etwa 14 h Fahrt) beschließen wir, ein Zimmer zu nehmen, um uns wenigstens ein bisschen auszuruhen. Als wir gegen 7.30 Uhr wieder aufbrechen, haben wir noch etwa 100 km bis Craiova vor uns. Es sollen die erschütterndsten Kilometer meines Lebens werden. Wir sind noch keine fünf Minuten unterwegs als wir bei einem Rastplatz vorbeikommen und drei Hunde sehen. Wir drehen um und steigen aus. Die Kleinste von den dreien ist auch die Zutraulichste. Sie sieht aus wie eine kleine Füchsin. Alle drei zittern vor Kälte am ganzen Körper, der von diesem harten Leben auf der Strasse ausgemergelt ist.

Ich wusste bisher nicht, dass ein einzelner Hund eine große Dose Hundefutter in zwei Sekunden auffressen kann, aber heute erlebe ich es direkt vor meinen Augen. Die kleine Füchsin weicht mir danach nicht mehr von der Seite. Ich beuge mich zu ihr hinunter. Ganz zutraulich legt sie mir ihre Vorderpfoten auf mein Bein und sieht mich mit ihren lieben Augen an. Sie muss spüren, dass dieses harte Leben hier mit einem Schlag vorbei sein kann. Denn im nächsten Moment haben wir sie auch schon bei uns im Transportbus! Wir können sie hier einfach nicht zurücklassen.

Ich fühle mich unendlich glücklich, aber die Realität holt einen in Rumänien sofort erbarmungslos wieder ein. Zum ersten Mal sehen wir bei Tageslicht wie viele Straßenhunde es wirklich gibt. In jedem Dorf streunen sie umher, oft in Gruppen, mit nur einem Ziel: etwas Fressbares zu finden. Dabei überschreiten sie oft die Grenze des Vorstellbaren: an einer Straße werden wir Zeugen, wie ein entzückender kleiner schwarzer Hund gerade seinen toten Artgenossen anfrisst. Es ist einfach nur schrecklich!

Um 10.00 Uhr kommen wir schließlich in Craiova an und fahren gleich zu der Tierarztpraxis, in der die kranken Tiere versorgt werden. Dort wartet schon Oulana auf uns. Sie ist die Gründerin des Vereins „Hope for Animals“ und arbeitet seit 10 Jahren ehrenamtlich mit 15 treuen HelferInnen unermüdlich Tag für Tag, damit es den Straßenhunden ein wenig besser geht. Die rumänischen TierschützerInnen haben alleine um die Stadt Craiova über 10.000 Hunde kastrieren können - diese erkennt man an ihren roten Ohrenmarken.

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Sofort beginnen wir, unsere mitgebrachten Sachen auszuladen. Dabei übersehen wir sie fast: NADJA! Der Grund unserer Reise liegt völlig unbemerkt auf einer Holz-Palette. Darauf nur eine dünne Decke. Wir sind alle sehr ergriffen von diesem Moment, da bei Antritt unserer Reise nicht einmal feststand, ob die Hündin überhaupt noch lebt. Und wie sie lebt! Sie genießt sichtlich unsere Streicheleinheiten und wedelt dabei freudig mit ihrem Schwanz. Ihre Schmerzen sind zum Glück nicht mehr so stark, also steht fest: wir nehmen sie mit nach Österreich!

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Die kleine Füchsin, die wir „Sunday“ taufen, wird gleich vom Tierarzt gechipt und geimpft. Auch sie war damit schon startklar.

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Jetzt haben wir noch 3 Hundeboxen frei. Beim Tierarzt treffen wir noch auf einen sieben Monate alten schwarzen Mischling namens „Blacky“, der von einem Auto angefahren wurde und dabei einen Beckenbruch erlitten hatte. Auch ihn können wir nicht zurücklassen, da klar ist, hier in Rumänien würde er nie die medizinische Versorgung bekommen, die er braucht.

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Und schließlich ist da auch noch „Necki“. Sie hat eine schlimme Bisswunde am Nacken, wahrscheinlich von einem Kampfhund zugefügt. Obwohl sie schon seit einem Monat behandelt wird, ist die Wunde noch immer nicht verheilt. Zu heftig muss der Kampf mit einem anderen Hund gewesen sein. Auch sie bekommt einen Platz bei uns im Bus.

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Mit dem Wissen, dass wir noch einen Hund nach Graz mitnehmen können, fahren wir zur Auffangstation. Die befindet sich am Gelände eines ehemaligen riesigen Schlachthauses. Am Eingang warten schon dutzende Hunde auf Oulana, die ihnen täglich ihr Essen serviert.

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Alles läuft sehr routiniert und organisiert ab. Währenddessen zerbrechen wir uns schon den Kopf, welchen dieser vielen lieben Hunde wir noch mitnehmen sollen. Niki und ich können nicht wirklich eine Wahl treffen, deshalb entscheidet sich Barbara für einen wirklich sehr dünnen Rüden. Wir nennen ihn „Skinny“. Kaum haben wir uns für ihn entschieden, weicht er nicht mehr von unserer Seite. Mit Skinny fahren wir zurück zum Tierarzt, um auch für ihn die nötigen Papiere und Impfungen zu erledigen.

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Um 15.00 Uhr schließlich treten wir zu acht die Heimreise an. Erstaunlicherweise hören wir die ganze Fahrt über keinen Mucks von den fünf. Am meisten sorgen wir uns um den kleinen Blacky. Wir geben richtig Gas und machen nur mehr wirklich kurze Pausen. Schließlich erreichen wir um 5.30 Uhr endlich die Arche Noah in Graz, wo auch schon der Heimleiter Mag. Stefan Moser zur Erstversorgung wartet. Sofort bringen wir sie in einen beheizten Raum – so etwas kennen sie nicht! Am Boden liegen Matratzen für sie bereit, die sie sofort in Beschlag nehmen. Natürlich bekommen sie auch gleich einen Topf mit Fressen. Sie sind angekommen.

Mittlerweile sind Blacky und Nadja operiert! Wir sind sicher, dass sie sich schnell eingewöhnen werden. Und dann fehlt jedem nur noch ein neues liebevolles Platzerl, in dem sie erleben können, was es heißt, zu Hause zu sein!

A. Höller, Die Tier-WeGe - 27.01.2010

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