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"Die Tier-WeGe"
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TierschützerInnen schreiben für Tiere ... Ein paar sehr nachdenklich stimmende Gedanken, an denen wir Sie teilhaben lassen möchten ...

Wir bekommen Tag für Tag viele Anrufe und Mails. Und viele Menschen nehmen sich die Zeit, um Leserbriefe zu verfassen bzw. bringen ihre Gedanken zum Thema Tiertransporte und Tierschutz schriftlich zu Papier. An ein paar dieser sehr nachdenklich stimmenden Briefe möchten wir Sie an dieser Stelle teilhaben lassen. Wir lassen hier die Gedanken dieser TierschützerInnen einfach unkommentiert stehen ...

 

Leserbrief zum Kleine Zeitung-Artikel "Tier-WeGe auf der Spur der Horror-Transporte": "Gerechtigkeit für Tiere"


Wo sind die starken Stimmen unserer Intellektuellen, Schriftsteller, Journalisten, Künstler zu den barbarischen Behandlungsmethoden an Tieren ? Ihr, die ihr berechtigt die bedrohte Menschenwürde, künstlerische Freiheit verteidigt und fordert. Wo seid ihr ? Niemals auch nur das kleinste Anzeichen einer Kritik an den bestialischen Behandlungs- und Tötungsmethoden am bedauerlichen Mitgeschöpf Tier ...

Dass sich die breite Masse totschweigt, ist vorhersehbar, dass sich aber sensible Kritischdenkende niemals weder zu Tiertransporten noch zu den grauenhaften Tötungsmethoden an Hunden und Katzen in China (alles von Manfred Karremann aufgedeckt und hundertmal berichtet) noch gegen die qualvollste aller Schlachtmethoden, das Schächten, aus religiösen Gründen (man stelle sich vor: Religionen verordnen, befehlen Tierqualen) äußern, kann doch NICHT sein !!

Nichts gehört, nichts gewusst - war das nicht schon einmal ? Ist es Scham, die euch schweigen läßt oder tatsächlich Gleichgültigkeit Kreaturen gegenüber, die ja doch "nur" zu Essen, also für die Klomuschel da sind ? Sprecht ihr diesen Geschöpfen Schmerz, Angst und Leidensfähigkeit ab ?

Wo doch einer von euch von der "Denunziation der Wahrnehmung" bereits bei kleinen "unwichtigen" Begebenheiten spricht, doch diese Unmenschlichkeiten an den schwächsten, ausgebeutetsten aller Lebewesen bleibt unbemerkt und unkommentiert ? Wo sind die gewaltigen Stimmen zB jetzt nur einmal gegen Tiertransporte ??? Fast wöchentlich erhalten wir Horrormeldungen von qualvollen Transporten aus den östlichen Ländern (Polen, Rumänien, Ungarn, ...) vom aufopfernden, engagierten Team der Tier-WeGe aufgedeckt ! Und nirgendwo ein Aufschrei der Entrüstung ! Grausamkeiten werden respektiert, entschuldigt: Naja, die ham halt eine andere Mentalität !

Oder noch einfacher ! Ihr wollt euch euer blutiges Gourmet bzw. Gourmand-Dasein nicht vermiesen lassen ! Und was schert das die Kirche ? Die Politiker ? Nichts-Null, aber die Bäuche gefüllt mit Backhendl und Schweinsbraten wachsen in den Himmel !

Wo sind die Stimmen der konsumierenden Bevölkerung ?? Nach dem billigsten Fleisch Ausschau halten, das meist von gequälten Tieren aus dem Ostblock stammt, aber als österreichisches verkauft wird, weil diese Tiere hier geschlachtet werden ! Betrug und Grausamkeiten ohne Ende ! Milliardenfache Tierqualen werden stumm akzeptiert ...

Eltern - die ihren Kindern erlauben, Tiere zu quälen - unvorstellbar, kürzlich geschehen, in dieser verrohten, derben Gesellschaft. Schämen Sie sich alle, falls Sie dazu noch fähig sind.
A.S., Graz

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Brief zum Thema "Tiertransporte - eine Schande":



Wenn man täglich am Grazer Schlachthof vorbei fährt und die Lkw's sieht, die hier aus aller Herren Länder einfahren, fragt man sich, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht. Nicht aus der Sicht des Gesetzgebers, vielmehr aus der Sicht der Moral. Ist es moralisch, Tiere quer durch Europa zu transportieren ? Gibt es bei uns zu wenig Fleisch ? Wer verdient an den Tiertransporten ? Was sind das für Menschen, die das erlauben ?

Die Antwort ist leicht, unsere Herren Politiker (natürlich auch die Frauen sind um nichts besser). Solange es Politiker gibt, die sich nicht ernsthaft den Tieren annehmen, gibt es solche Missstände.

Natürlich stimmt in diversen Brüsseler Lokalen auch die Transport-Lobby die Gesetzes-Entscheider milde und zwar mit viel Geld. Gerade in Zeiten der Krise stehen Themen wie Tierschutz eher hinten auf der Liste der Politiker. Man beschließt zwar von Zeit zu Zeit ein Gesetz, um die Tierschutzszene zu befrieden, doch in der Öffentlichkeit erscheint das Thema so gut wie nie.

Wer will schon gequälte Kälber, Schweine oder misshandeltes Geflügel sehen ? Niemand, da geht man doch lieber zum Wirt nebenan und gönnt sich einen saftigen Schweinsbraten. Wo der herkommt, weiß niemand so genau. Bei einem Menüpreis von á EUR 5,90 kann man aber annehmen, dass das Tier am Teller vor dessen Schlachtung zig Stunden auf einem Lebend-Tiertransporter zugebracht hat. Denn wo kann günstig Fleisch "produziert" werden ? Vielleicht in Ländern, wo die Arbeitskraft sehr wenig kostet oder die Tierschutzgesetze nicht vorhanden sind.

Die Transporte werden ja hochoffiziell von der EU gefördert. Man versucht damit, förderungswürdige Gebiete zu unterstützen. Das heißt nichts anderes, als das Tierställe fernab der großen Städte eingerichtet wurden, aber auch Schlachthöfe. Damit wurden Arbeitsplätze geschaffen, wovon vor allem die Transport-Branche sehr gut lebt.

"Geboren und geschlachtet in Österreich" ist doch etwas, mit dem ich mein Gewissen beruhigen kann, oder ? Nein, das ist eine absolute Irreführung des Konsumenten ! Geboren in Österreich, auf einen Lkw gepfercht, in ein anderes EU-Land transportiert (in dem man billigst die Tiere zum Schlachtgewicht heranführt), wieder ein Transport nach Österreich, wo die Tiere schließlich geschlachtet werden ... Das wäre die richtige Bezeichnung im Kühlregal.

Natürlich wieder geförderte Transporte, hängen ja schließlich Arbeitsplätze dran. Während in unseren Landen das Bauernsterben munter weitergeht, wird weiter jeder Tiertransport gefördert. Aber kaum jemanden stört es. Wenn man durch die tollen Supermärkte an den Fleischregalen vorbeigeht, hört man ja das Schreien und das Leid der Tiere nicht mehr. Alles ist fein und sauber verpackt ...

Der Konsument hat die Macht ! Kaufen Sie - wenn schon Fleisch - bei Ihrem Bio-Bauern oder in Bio-Geschäften ein ! Nur dann können Sie sicher sein, dass das Fleisch von nicht geschundenen Tieren stammt.
J.K., Graz


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Für den Inhalt verantwortlich:
"Die Tier-WeGe" 2010




 
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