Der nicht erste und sicher auch nicht letzte "Gammelfleisch-Skandal" zeigt erneut deutlich die Zustände in der Fleischindustrie auf. Offen bleibt, was auf Grund mangelnder Kontrollen noch nicht aufgedeckt wurde: Ist der aktuelle Skandal nur die Spitze des Eisbergs, der "Skandal" gar der Alltag in der Fleischproduktion?
Skandalös ist dabei nicht nur der wiederholte und vorsätzliche Verkauf vergammelter Ware, sondern das Agieren der Fleischindustrie insgesamt: Die unwürdige Haltung der Tiere, quälerische Tiertransporte, Fließbandtötung in den Schlachthöfen.
Auch im Angesicht der aktuellen Klimadebatte ist die industrielle Fleischproduktion skandalös: Während bei der Erzeugung von zB Weizen oder Karotten nur 230 bzw. 69 g CO2-Äquvalente pro kg emittiert werden, sind es bei Rindfleisch 10693 g/kg - es besteht also ein enormes Klima-Entlastungspotenzial durch eine fleischreduzierte oder vegetarische Ernährungsweise. Dies ergab eine an der Universität Gießen durchgeführte Studie.