"Die Tier-WeGe"
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Ein Rind ... bereits betäubt ... kurz vor dem Kehlenschnitt in einem kleinen Schlachthof ...




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Vergangene Woche beschlossen AktivistInnen der Tier-WeGe in Graz zwei Tage lang mit Transparenten und Kostümen auf das Tierleid von sogenannten 'Nutztieren' hinzuweisen.
Von jeweils 6:00 Früh bis 11:.00 Mittag standen mehr als 10 AktivistInnen als Hühner, Schweine und Rinder verkleidet entlang der vom Frühverkehr stark befahrenen Straßen südlich in Graz. Auch direkt vor einem Schlachthof standen zwei TierschützerInnen. Als Schwein und „Sensenmann“ verkleidet, hielten die AktivistInnen u.a. ein Transparent auf den Worten „FLEISCH BRINGT UM !“
Es sollte ein Denkanstoß für jedeN AutofahrerIn sein, was sich hinter dem Stück Fleisch verbirgt, dass auf dem Teller landet. So konnten viele Leute beim Vorbeifahren lesen:
„FLEISCH MACHT KRANK“
„STOPPT ENDLICH TIERTRANSPORTE“ oder
„SCHLACHTHÖFE SIND SCHLACHTFELDER“
Sind es statistisch doch mehr als 1000 Tiere (!), die ein Mensch durchschnittlich in seinem Leben vertilgt ! Und 95% dieses Fleischkonsums stammen dabei aus Massentierhaltung !
Wir erhielten enormen Zuspruch durch zustimmendes Hupen oder Okay-Gesten von Auto- und RadfahrerInnen. Beim Schlachthof wurde seitens der MitarbeiterInnen naturgemäß geschimpft und und mit Polizei gedroht.
Ein Aktivisten wurde dabei sogar mit Wasser aus einem Hochdruckreiniger bespritzt !
Doch trotz dieser
Aktion und trotz der Kälte ließen sich die AktivistInnen nicht von den öffentlichen Gehsteigen vertreiben und vermittelten weiter den vorbeifahrenden AutofahrerInnen ihre Botschaft !
Tagtäglich rollen kreuz und quer auf den Straßen Österreichs Tiertransporte und meist heißt das Endziel Schlachthof ! Wir konnten in der Vergangenheit bei unseren Kontrollen von Tiertransportern Unmengen an Missständen feststellen. Aber auch auf von Schlachthöfen kommen immer wieder Tatsachen ans Licht, dass jede Menge tierschutzrelevante Gesetze gebrochen werden.
Ist unserer Meinung nach auch kein Wunder:
Müssen doch die Fließbänder laufen und die Tiere im Akkord geschlachtet werden, damit genug Geld verdient werden kann. Dabei bleibt dann natürlich kaum Zeit, auf die letzten Bedürfnisse der Tiere zu achten, was an solchen Orten zudem auch nicht Ziel ist !
Die Haltungsbedingungen der „Nutztiere“ sind wegen 'maximaler Profitmaximierung' meist unter jeder Würde:
- 80% unserer heimischen Milchkühe müssen in“Habt-Acht-Stellung“ oft jahrelang nebeneinander an Ketten angebunden stehen.
- Schweine müssen auf Vollspaltenböden oder in "Eisernen Jungfrauen" verbringen, bevor die Tiere dann auf Tiertransporte getrieben werden und eng zusammengepfercht ihren letzten Weg zum Schlachthof antreten !
Es ist so wichtig, die Menschen mit solchen Aktionen aufzuklären und wachzurütteln ! Vielleicht hat bei dem einen oder der anderen AutofahrerIn auf dem Weg zur Arbeit dieser Denkanstoß gefruchtet und er oder sie hat an diesem Tag eine vegetarische oder vegane Jause genossen !
Die Tier-WeGe – 21.02.2011
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"Die Tier-WeGe" 2011
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