Die auserkorenen weiblichen Schweine verbringen ihr Leben in "Kastenständen" und "Abferkelbuchten" ...

Kurz nach der Geburt wird bestimmt, ob ein weibliches Ferkel als "Zuchtsau" geeignet ist ...
Die Spezialisierung bzw. Industrialisierung hat nicht Halt vor Tieren gemacht. Es gibt bereits eigene Schweinebetreiber, die sich auf die Aufzucht von "Jungsauen" spezialisiert haben. Das bedeutet, dass die ausgewählten Ferkel auf ein Leben als "Gebärmaschine" warten. Bis zum geschlechtsreifen Alter bleiben die "künftigen Ferkelproduzentinnen" dann beim Aufzüchter. Dann werden Sie an einen Zuchtbetrieb verkauft.
Von der 'Jungsau' zur 'Sau' ...
Nach ca. 5 - 6 Monaten sind die weiblichen Tiere geschlechtsreif. Die "Jungsau" wird dann im Alter von 7 - 8 Monaten zur "Sau" - das heißt, sie wird das erste Mal künstlich befruchtet (die Befruchtung durch einen Eber ist heutzutage schon Seltenheit).
Von nun an steht ihr ein kurzes Leben in "Kastenstand" und "Abferkelbucht" bevor. Nach dem Befruchten des weiblichen Tieres muss die Sau nun nämlich im schwangeren Zustand die meiste Zeit in "Kastenständen" (auch 'eiserne Jungfrauen' genannt) - das sind viel zu kleine Eisenkäfige - ausharren. Ein Rundum-Stahlgefängnis, wo sich das Tier nur hinlegen oder stehen kann - und das auf Betonboden oder Vollspaltenböden. Kein Stroh, keine weiche Einstreu, Tag für Tag ! Ein Vor- und Zurückgehen oder gar ein Umdrehen ist für die werdenden Mütter unmöglich.
Denn man darf keinesfalls vergessen: Diese Tiere werden nur dafür eingesperrt, damit sie wie am Fließband Ferkel "produzieren" - also gebären. Im Klartext heißt das: die Sauen werden zwei- bis dreimal pro Jahr meist künstlich geschwängert. Sie sind vollgepumpt mit Medikamenten wie zB Schwangerschaftsbeschleunigern. 3 Monate, 3 Wochen und 3 Tage ist ein Schwein schwanger ...
Die sensiblen Tiere sind natürlich psychisch krank und müssen in lichtarmen, stinkenden Ställen dahin vegetieren ! Keine Abwechslung, eine Sau neben der anderen. So sieht die heutige "Schweinezucht" aus ...
Eine "Abwechslung": Vom Kastenstand ins Abferkelgitter ...
Kurz vor dem Gebären kommt das Muttertier dann in sogenannte 'Abferkelbuchten'. Auch hier sind sie in eisernen Rundum-Gefängnissen eingesperrt, sodass sie sich nicht einmal um ihre Kinder kümmern können. Als Argument wird hier von solchen Stallbetreibern gerne genannt, dass die Mütter ihre kleinen Ferkel erdrücken würden, was natürlich so nicht stimmt. Der Hauptgrund ist, dass die Schweinehalter mit dem geringstmöglichem Aufwand und ohne viel eigenes Zutun das Maximale aus den Tieren rausholen möchten.
Die Sau gebärt also ihre Ferkel und nach ca. 21 Tagen werden ihr ihre Kinder schon wieder weggenommen (das sogenannte "Absetzen" im Fachjargon). In den 'modernen' Zuchtbetrieben wird dieses Tier bereits nach 5 Tagen nach dem 'Absetzen' erneut künstlich geschwängert ... Das Ganze beginnt von vorne !
Nach zwei bis drei Jahren ist die "Zuchtsau" ausgelaugt ...
Die stark psychisch beeinträchtigten Tiere sind nach kurzer Zeit - nach 2 bis 3 Jahren - am Ende. Sie "leisten" nichts mehr - sie wurden mindestens zweimal pro Jahr geschwängert. Und sobald diese "Zuchtsauen" nicht mehr genug Ferkel "produzieren", haben sie ausgedient. Dann wartet auf sie nur noch der Schlachthof ...
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