"Wer nicht da wohnt, redet leicht, aber wir müssen den Gestank ertragen", erzürnte sich ein betroffener Anrainer.
"Windprüfung". Umweltanwältin Ute Pöllinger, die der Kommissionierung ebenfalls beiwohnte, erwog die Erfordernis einer zusätzlichen "Windprüfung" bzw. eines meteorologischen Gutachtens. Die Messstation in Gleisdorf, von der aus die Berechnungen durchgeführt wurden, sei laut Pöllinger zu weit entfernt und das jetzige Gutachten womöglich nicht ausreichend.
Wasserrechtliche Belange. Es ist aber nicht nur der Gestank, der negative Emotionen hervorruft. Viele Einwände und Fragen drehten sich um wasserrechtliche Belange, für die das Gutachten noch aussteht. Der Zuchtbetrieb soll ja bekanntlich in einem Hochwassergebiet gebaut werden.
Im gesetzlichen Rahmen? Unklarheit herrscht auch darüber, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) im konkreten Fall nötig ist. Laut den Angaben der Projektwerber gibt es Kapazität für 630 Zuchtsauen, 180 Jungsauen und 4000 Ferkel. "Mit den Zucht- und Jungsauen sind das 810 Tiere, die mehr als 30 Kilogramm wiegen. Ab dieser Zahl ist eine UVP vorgeschrieben", erläuterte Klaudius Thurmaier, Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Bau des Schweinezuchtbetriebs.
"Großzügig kalkuliert". Was die Anzahl der Schweine betrifft, halte man sich strikt an das Gesetz, sagt der Projektwerber, der nicht beim Namen genannt werden will. Man habe großzügig kalkuliert und den "schlimmsten Fall" angenommen. Außerdem sei eine UVP-Einzelfallsprüfung durchgeführt worden.
Quelle: "Kleine Zeitung" - 23.06.2008
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