Am Donnerstag Abend herrschte schon nahezu "Ausnahmezustand" in Phyra ! Der Grund dafür war ein Vortrag des "Skandaltierarztes" und Schweinefabriksbesitzer Mag. Ferdinand Entenfellner
10 km weit entfernt, in Stössing, wohnt Herr Mag. Ferdinand Entenfellner. Der wurde von der Landwirschaflichen Fachschule Pyhra zu einem Vortrag im Rahmen der "Weiterbildung im Bereich der Schweinehaltung" eingeladen.
Genau dieser Mensch hält einen Vortrag über "Weiterbildung der Schweinehaltung", selbst Besitzer einer Schweinefabrik mit argen Missständen, eines regelrechten "Skandalbetriebes" !
An diesem Abend meldeten deshalb TierrechtlerInnen eine Demonstration bei der zuständigen örtlichen Behörde an . Eine Stunde vor Eintreffen einer Handvoll AktivistInnen entschlossen sich die VeranstalterInnen, die Veranstaltung in einen Gemeinschaftstall zu verlegen - rund 150m von der landwirtschaflichen Schule und der angemeldeten Demonstration entfernt ...
Die anschließenden Szenen brachten DemonstrantInnen trotz der brisanten Situation und auch einige BesucherInnen der Veranstaltung zum Schmunzeln:
Ein Polizeiauto nach dem anderen tauchte auf, höchst nervöse PolizistInnen riegelten die Straßen und das Gelände rund um die landwirtschaftliche Schule ab! "... zur Sicherheit des Herrn Entenfellner ...", begründeten die Behörden diese massive Sicherheitsaktion !
Dutzende Beamte und 10 (!) Dienstfahrzeuge der Polizei bewachten alle Zufahrtsstraßen ! Auch mancheR TeilnehmerIn der Veranstaltung konnten sich, ob des völlig unangemessenen Aufgebotes der Exekutive, nur wundern und dachten laut darüber nach, ob sich vielleicht "der Bundespräsident" angekündigt hätte ...
"Wenn Sie ihre Kundgebung abhalten und nicht sofort ein Kundgebungsleiter nennen, werden Sie alle augenblicklich festgenommen ...!" waren die Worte des stellvertretenden Polizei-Bezirkskommandanten an die friedlichen DemonstrantInnen. Und - ob rechtlich gedeckt oder nicht - daran, dass er sie ernst meinte, konnte nicht gezweifelt werden.
Doch eine angemessene Frage stellt sich:
Wer schützt mit einer nur annähernden ähnlichen Aktion der Behörde die gequälten, total verwahrlosten Schweine von so einem Menschen wie dem Herrn Mag. Entenfellner der noch dazu Tierarzt ist ?!
Schlimmste Zustände herrschen in dieser Schweinefabrik, dokumentiert durch Fotos und Videos aus nächtlichen Recherchen von TierrechtlerInnen . Schon seit über 10 Jahren werden Behörden darauf aufmerksam gemacht und noch immer regieren die selben Missstände für diese Tiere !
Tote unter ihren noch lebenden LeidensgenossInnen, schwerst verletzte und kranke Schweine mit gebrochenen Beinen, abgebissenen Schwänzen und Ohren, verfaulte Wunden und Geschwüre, überbelegte Buchten, zentimeterhoch Exkremente, in derer die Tiere liegen müssen, Kot in den Futterrinnen.
Und neben dem tausendfachen Tierleid steht eine Villa mit Pool und eine sterile Tierarztpraxis ! Wir können nicht nachvollziehen, wie sich das vereinbaren läßt !
Wie schlimm müssen die Zustände in einer Schweinefabrik sein, damit die Behörden tatsächlich energisch einschreiten ? Oder wie gut müssen politische Kontakte des Betreibers sein, um ein solches Einschreiten zu verhindern? Dass man eine Person, die in solchem Maße geschützt ihr Unwesen treiben darf, auch bei Veranstaltungen mit ihren Untaten konfrontiert, ist Pflicht !
Nach der Besetzung der Schweinefabrik durch 30 Aktivistinnen der Tier-WeGe, dem VGT und von RespekTiere am vergangenen Dienstag fand also erneut eine Aktion gegen das vorherrschende Unrecht statt.
Dieses Unrecht wird tagtäglich rund 3000 Schweinen in dieser Tierfabrik angetan ! Wir fordern die Behörden auf: Stellt diesen Skandal endlich ab !
Die Tier-WeGe - 09.12.2009
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