"Die Tier-WeGe"
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Wir sind überglücklich: Die Mega-Schweinefabrik in Gralla wird nicht gebaut !
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Bürger fürchteten Gefahr für Grundwasser
Die Einwohner der Gemeinden Gralla und Ragnitz können aufatmen: Die geplante Schweinezucht im Leibnitzer Feld kommt nicht. Bis zu 2.500 Muttersauen hätten dort pro Jahr rund 50.000 Ferkel werfen sollen. Die Bürger befürchteten Unmengen an Gülle, Gefahr für Grund- und Trinkwasser sowie Belästigung durch Lärm und Geruch.
3.000 unterschrieben gegen Betrieb
Angeführt von den Gemeindepolitikern unterschrieben über 3.000 Menschen gegen den Betrieb. Umwelt- und Tierschutzorganisationen machten mobil. Nach den massiven Protesten warf der Betreiber, die PIG-Ferkel-GmbH in Leibnitz, das Handtuch.
Vier Landwirte und ein Tierarzt wollten den Betrieb realisieren -
Betreiber "weichen der Gewalt"
Hinter der Firma stehen vier Landwirte und ein Tierarzt. Am Dienstag erklärten sie in einer Aussendung das Aus für das Projekt. Unter dem Titel: "Wir weichen der Gewalt und der politischen Hetze."
Es wird erklärt, man hätte ein ökologisches Vorzeigeprojekt für Schweinezucht realisieren wollen. Dieses Ziel gebe man nach einem Krieg mit irrationalen Ängsten und Argumenten jetzt aber auf.
Aus Unterlagen gehen Schulden in der Höhe von rund 275.000 Euro hervor
Ausschlaggebend für das Aus dürfte aber auch die finanzielle Schieflage der PIG-Ferkel-GmbH gewesen sein. Aus Unterlagen gehen Schulden in der Höhe von rund 275.000 Euro hervor.
Den Gläubigern werden in einem Anwaltsschreiben ein außergerichtlicher Vergleich und eine Quote von knapp 22 Prozent angeboten. Die Behörden hätten unüberbrückbare Hindernisse gegen das geplante Bauvorhaben gestellt, deshalb seien keine liquiden Mittel mehr vorhanden, heißt es in dem Schreiben.
Petra Kulmer von der Tier-WeGe meint:
"Es freut uns ungemein, dass sich immer mehr Menschen gegen Massentierhaltungs-Projekte wehren, wenn auch nicht immer vorrangig aus Tierschutzgründen. Aber unserer Meinung nach hängt sowieso alles zusammen: Tier-, Umwelt- UND Menschenschutz !
Das in Gralla geplante Muttersauen-Projekt wäre in einer Größenordnung gewesen, die Österreich noch nie gesehen hat ! Die Industrialisierung auf den Rücken der vielen tausend Tiere ist absolut zu verurteilen - das scheint nun langsam jeder Mann und jede Frau zu begreifen. Wir brauchen wieder vermehrt Respekt vor dem Leben, Respekt vor den Ressourcen, die uns die Natur so großzügig gibt und manchmal ist eben ein 'Rückschritt zum Kleinen' ein Riesenschritt nach vor !
Jedenfalls nehmen wir diese vorbildliche Bürgerinitiative in und rund um Gralla her, um unseren politischen VertreterInnen in unserer Heimatgemeinde Hofstätten zu zeigen, dass sehr wohl der Wille der Mehrheit zählt und nicht die wirtschaftlichen Interessen von ein paar BetreiberInnen !"
Quelle: Die Tier-WeGe, orf.at - 23.02.2011
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