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Etikettenschwindel bei "Schnitzelfleisch"

Wiener Schnitzel aus Bukarest ? Das ist leicht möglich, sagt IG-Fleisch-Chef Leo Steinbichler. Mehr als eine Million Schweine aus den Nachbarländern sollen jährlich in letzter Sekunde "eingebürgert" werden. Durch die Schlachtung hierzulande wird aus ihnen dann "österreichische Qualität" !

"Das ist Etikettenschwindel am Kunden und natürlich auch zum Nachteil der heimischen Landwirte", stellt Leo Steinbichler unmissverständlich fest. "Die Tiere werden oft in Holland oder Dänemark gezüchtet, dann mit dem Lkw nach Österreich gekarrt und hier geschlachtet. Und schon kann das Fleisch dann als österreichisch bezeichnet werden."

Im Gesundheitsressort wird bestätigt: "Im Gegensatz zum Rind-, gibt es beim Schweinefleisch keine gesetzliche Regelung zur Herkunftsbezeichnung."

Petra Kulmer von der "Tier-WeGe" meint dazu: "Es ist ein offenes Geheimnis, dass viel Schindluder mit der Fleischbezeichnung betrieben wird. In den letzten Jahren sind immer wieder Skandale rund um verdorbenes Fleisch und um skandalöse Tiertransporte aufgezeigt worden. Doch das ist nur die Spitze eines extrem großen Eisberges. Egal, an welcher Ecke mann/frau beginnt, sich näher zu informieren: es tauchen IMMER Missstände auf ! Es ist höchste Zeit, dass die Menschen diese Zustände erfahren, denn die "glücklichen" Kühe, Schweine, Hühner & Co aus der Werbung gibt es wirklich schon lange nicht mehr !

Aus diesem Grund ist unsere Arbeit enorm wichtig ! Wir klären KonsumentInnen über die Hintergründe auf. Und vor allem ist nicht nur die Herkunft des Fleisches wichtig. Am Wichtigsten ist, dass sich jedeR Gedanken macht, was den Millionen "Nutz"-Tieren vorher angetan wird und dass Mann/Frau diese zuvor passierten Quälereien mit isst ...!"

Quelle: Tier-WeGe, "Kronen Zeitung" - 20.12.2007

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