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EU schlägt nach massivem Lobbying der Fleischindustrie Exporterstattungen für Schweineschlachtkörper vor

Lt. einer Pressemeldung der EU will nun die Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel angesichts "der schwierigen Marktlage" (aber vor allem nach massivem Lobbying der Schweineindustrie) Ausfuhrerstattungen für Schweineschlachtkörper, Teilstücke und Schweinebäuche einführen

Die Erstattungen sollen für Ausfuhren unabhängig vom Bestimmungsort gezahlt werden. Gleichzeitig wird die Kommission die am 29. Oktober eingeführte Beihilferegelung für die private Lagerhaltung aussetzen.

Seitdem wurden Beihilfen für etwa 85.000 t beantragt, davon 16.000 t in Spanien, 14.000 t in Italien, 12.500 t in Dänemark und 12.000 t in Deutschland.

Damit will die EU und die Schweineindustrie die "Preise stabilisieren". Argumentiert wird mit den steigenden Futtermittelkosten. Die Verordnung soll bereits seit 30.11.07 in Kraft getreten sein ...

Die Tier-WeGe meint dazu "In Zeiten, wo Lebensmittel wie Getreide oder Mais zur Energiegewinnung einfach verheizt werden und wo Tierfabriken aus den Böden schießen wie nie zuvor, müssen wir SteuerzahlerInnen nun wieder Tierquälerei unterstützen, obwohl von der ökonomischen Seite her "Schildbürger-Wirtschaft" ohne Nachdenken betrieben wird !

Es besteht bereits eine gewaltige 'Überproduktion' an Schweinefleisch und somit Tierleid, dass niemals notwendig sein würde! Doch das Übel wird nicht an der Wurzel behandelt - im Gegenteil: es werden weitere Millionen Euro in eine 'Marktberichtigung' bzw. Markterhaltung gesteckt. Und das wieder einmal auf dem Rücken der fühlenden Tiere, hier eben auf dem Rücken der Schweine ...! Wir fordern die PolitikerInnen auf, diese völlig falsche Wirtschaftspolitik endlich neu zu durchdenken, denn der/die KonsumentIn will auf keinen Fall Fleisch aus Tierquälerei ..."

Quelle: Die Tier-WeGe - 12.12.2007

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