Österreichs Braunbären sind durch illegale Abschüsse durch JägerInnen gefährdet
Normalerweise könnten bis zu 500 Braunbären in Österreich ohne Probleme leben ! Doch die Trophäe ist leider für die JägerInnen zu verlockend und so werden die wenigen in Österreich lebenden Bären einfach illegal erschossen !
In einem noch unveröffentlichten Monitoring-Bericht Österreichs an die Europäische Kommission vom 21.12.2007 werden den heimischen Braunbären "bad prospects" - also schlechte Aussichten für ihr Überleben - prognostiziert.
"Von allen seit 1998 in den Nördlichen Kalkalpen nachgewiesenen 35 Bären sind nur noch maximal 4 am Leben", berichtet Prof. Walzer. Als Grund für das Verschwinden der Bären werden im Bericht maßgeblich "illegale Abschüsse" genannt. Weiters wird darin festgestellt, dass in Österreich auf 25.000 Quadratkilometern genügend geeignetes Habitat für bis zu 500 Bären vorhanden wäre.
Die Kleine Zeitung machte eine Umfrage unter ihren LeserInnen und da waren 96,1% dafür, dass die heimischen Braunbären geschützt werden sollen.
Niki Kubista von der Tier-WeGe dazu: "Die Jägerschaft gibt sich gerne als Heger und Pfleger der Wiesen und Wälder, doch das genaue Gegenteil ist der Fall ! Unsere Wildtiere sind hochgradig verängstigt gegenüber Menschen, 'Rivalen' wie Füchse und andere Raubtiere werden grausamst bekämpft und Bären sind aufgrund ihrer Seltenheit ein begehrtes Ziel für die Trophäensammlung der JägerInnen. Doch die schöngemalene Fassade der Jägerschaft beginnt nun massiv zu bröckeln ! Die Bevölkerung beginnt vermehrt zu begreifen, dass JägerInnen nicht die gewissenhaften SchützerInnen von Wald und Flur sind. Und das ist gut so !"
Die Tier-WeGe - 28.01.2008