Graz - Der Präsident der "Arche Noah" - Herr Oster - lud Vertreter des Tierschutzes sowie Vertreter der Jagd zu einer Podiumsdiskussion ein. Auch Niki Kubista von der Tier-WeGe nahm an dem Geschehen teil.
"Eingeladen wurden 16 Vertreter der Jagd, die Ihren Standpunkt vertreten sollten, doch gekommen ist nur ein einziger Jäger ! Einen Tag bzw. Minuten vor Beginn des Treffens sagten die restlichen 15 Jäger kurzfristig einfach ab. Da sieht man wieder, wie wichtig den Jägern der Tierschutz ist," so Herr Oster vom Aktiven Tierschutz Steiermark.
Trotzdem gab es einen umfangreichen Daten- und Faktenaustausch zwischen den beiden Parteien. Ein großes Anliegen seitens der TierschützerInnen war die enorm ansteigende Zahl von Jagdunfällen und Jagdmissständen. "Im Jahr 2006 wurden uns 4 bis 5 Vorfälle gemeldet, 2007 dreimal so viel !", so Herr Oster.
Was sind die Konsequenzen, wenn einE JägerIn gegen das Jagdgesetz verstößt? Bis dato gibt es außer Abmahnungen keine ernsthaften Schritte gegen solche 'gesetzeslosen' JägerInnen zu berichten, da sich die Jägerschaft untereinander gut kennt und sich gegenseitig keinen "Stein in den Weg legen" will ... So werden Missstände eben gerne unter den Teppich gekehrt und die Tiere bleiben auf der Strecke !
Der anwesende Jäger musste eine Flut von Vorwürfen und Fragen über sich ergehen lassen, die er meist nicht 'schön reden' bzw. beantworten konnte.
Die Spitze war, als der Jäger behauptete, die Jagd im Allgemeinen sei für Tier-, Umwelt- und Naturschutz unerlässlich sei. Fakt ist, dass alleine durch die Jagd jährlich 400 t Blei in Österreichs Wäldern, Wiesen und Feldern auf Grund der Schrotkugeln die Böden und Gewässer vergiften. Allein dieses Faktum lässt den Umweltschutzgedanken schnellstens verblassen !
Auch von Tierschutz kann bei der Jagd auf keinen Fall die Rede sein ! Wer Tiere schützt, erschießt Tiere nicht ! Das wissen anscheinend auch die JägerInnen, denn sie sträuben sich gewaltig, die jeweiligen Bundesland-Jagdgesetze dem Bundestierschutzgesetz unterzuordnen ...
Schlussendlich wurde bei der Jagddiskussion klar, dass es beim Thema Jagd nichts zu beschönigen gibt und so steigt der Unmut bei TierschützerInnen und auch bei der Bevölkerung immer weiter, bis endlich den 'Weidmännern und Weidfrauen' auf die Finger geklopft wird ...
Die Tier-WeGe - 18.12.2007
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