Ein 59-jähriger Jäger ist am Samstag bei einer Treibjagd in Stetteldorf (Bezirk Korneuburg) angeschossen worden.
Im Bezirk Korneuburg hatte ein Jägerkollege den Mann trotz eines orangen Markierungsbandes am Hut übersehen.
Wollte auf Hasen schießen
Das Unglück passierte Samstagmittag bei einer Treibjagd in Stetteldorf am Wagram. Etwa 25 Jäger nahmen daran teil. Das Opfer und der Unglücksschütze standen zum Zeitpunkt des Unfalls etwa 35 Meter voneinander entfernt.
Der 45-jährige Schütze entdeckte im Gelände einen Hasen und drückte ab. Er übersah dabei aber seinen 59-jährigen Kollegen, berichtet die Polizei.
Am Oberkörper und im Gesicht getroffen
Der Mann wurde durch versprengte Schrotkugeln am Oberkörper und im Gesicht getroffen. Er musste mit dem Notzarzthubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.
Lebensgefahr bestand aber nicht. Der Unglücksschütze wird wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt.
Wir, die Tier-WeGe, fordern schon lange, dass die Jagd genauer unter die Lupe zu nehmen ist. JägerInnen hantieren mit Schusswaffen und bei Jagdarten, wie zB eben einer Treibjagd (wo viele JägerInnen zur gleichen Zeit unterwegs sind), ist es nur logisch, dass es zu Unfällen kommt.
Dazu kommt, dass diese sogen. Treibjagden Hetzjagden auf die Tiere sind, nichts anderes. Die Tiere werden von sogenannten TreiberInnen durch Lärm und mit Hilfe von Stöcken aufgescheucht und vor das Gewehr der JägerInnen getrieben. Die Tiere haben keine Chance zu entkommen ! Eine althergebrachte Tradition, die niemals mehr zeitgerecht sein kann ...!