SpaziergängerInnen, WanderInnen, RadfahrerInnen und anderen NaturliebhaberInnen geht es zur Zeit in einer Beziehung sicher gleich: Wo mann/frau auch hinschaut, wird in und rund um die Wälder geschossen!
Wir erzählen euch unser Erlebnis vom Wochenende zu Allerheiligen - dem Gedenktag der Toten.
Auf einem völlig unbewohnten Industriegebiet wollten wir mit den Hundis zusammen spazieren gehen. Plötzlich zerrissen Schüsse die Luft! Die Hunde hatten panische Angst und das Spazieren gehen hatte sich somit erledigt.
Cirka fünfzig Meter von uns entfernt sahen wir sie dann auch schon: Männer und Frauen in Grün! TreiberInnen die die Tiere durch Lärm und Stöcke aufscheuchten und den JägerInnen so vor die Flinte trieben. Es war furchtbar für uns diese Hetzjagd mitansehen zu müssen!
Ein junger Hase flüchtete in Panik und völlig verstört. Wir hoffen, dass ihm die Flucht gelungen ist! Wir sahen auch die bereits erschossen Tiere: Die "Beute" der JägerInnen. Unter den getöteten Tieren befand sich leider auch die Familie des Hasen: Mutter, Vater und ein Geschwisterl ... Sehr traurig wenn mann/frau bedenkt, dass der junge Hase mit einem Schlag Vollwaise geworden ist!
Bei den anderen Opfern handelte es sich um ca. 10 (gezüchtete und ausgesetzte) Fasan-Männer und sogar eine Nebelkrähe war unter den Toten, die normalerweise EU-weit streng geschützte Tiere sind.
Zu zweit konnten wir diese Tragödie leider nicht verhindern, jedoch hatten wir zufälligerweise einen Notizblock dabei. So entschlossen wir uns diese Zettel unter den JägerInnen zu verteilen. Auch auf geparkte Autos in der Nähe klemmten wir die Zettel hinter die Scheibenwischer. So konnten wir wenigstens den anwesenden JägerInnen unsere Meinung über die Jagd mitteilen ...
Treibjagden: Eine völlig veraltete und grausame Form der Jagd !!!
die verteilten Zettel ...
Die Tier-WeGe - 04.11.2007