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Das letzte Foto von 'Roznik', dem Bären, worauf er lebend zu sehen ist ... |
BAD EISENKAPPEL. "Der Name jenes Mannes, der den Bären 'Roznik' erschossen hat, ist bekannt." So heißt es in der Gemeinde Bad Eisenkappel. Und die Bewohner nennen auch einen Namen: "Es war der ..." Die Polizei sagt: "Dieser Herr ist uns bekannt. Der Täter ist aber noch nicht überführt.
"Wie berichtet wurde der Kadaver des Tiers vor eineinhalb Wochen im slowenischen Logartal gefunden - enthauptet, abgezogen und ohne Tatzen. Sofort kam der Verdacht auf, der mit einem Peilsender versehene Braunbär sei auf Kärntner Boden erlegt und später nach Slowenien geschafft worden, um die Spuren des Wilderers zu verwischen.
"Genau so war es", ist aus Bad Eisenkappel zu hören. Und weiter: "An dem Tag hats um 20 Uhr im Gemeinderevier geknallt - das haben mehrere Leute gehört. Kurz darauf ist der ... mit dem Traktor losgefahren. Er hat den Bären zu einem Bekannten gebracht und dort im Kühlhaus aufgehängt.
Die Trophäen wurden entfernt und die Überreste später heimlich nach Slowenien geschafft. Das pfeifen bei uns die Spatzen von den Dächern.
Rücksicht auf das Medienrecht
Der Verdächtige - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - wird in der Gemeinde als "schießwütig" bezeichnet. Weitere Einzelheiten über ihn, mit denen Bad Eisenkappler aufzuwarten wissen, müssen aus Rücksicht auf das Medienrecht verschwiegen werden: Die Identität des Mannes darf hier nicht preisgegeben werden.
"Wir kennen ihn", sagt die Polizei, "es gehen zurzeit aber viele Hinweise ein, die wir alle prüfen. Ob der Täter dabei ist, steht augenblicklich nicht fest."Die hohe Anzahl an Fingerzeigen ist nicht verwunderlich. Immerhin winken demjenigen, der den "Roznik- Killer" enttarnt, 10.000 Euro Belohnung.
Mit einem hartnäckigen Gerücht räumt die Exekutive jetzt allerdings auf: "Es ist nicht richtig, dass wir in Kühlhäusern DNA-Spuren sichern, um nachweisen zu können, wo der Bär ausgeweidet wurde." Ermittlungen dieser Art würden Unsummen verschlingen ...
Noch lebend fotografiert
Namentlich bekannt ist auch der vermutlich letzte Zeuge, der "Roznik" am 30. Mai gegen 15.20 Uhr lebend gesehene hat. Der dreieinhalb Jahre alte Bär überquerte ganz gemütlich einen Weg in einem Waldgebiet in der Gemeinde Eisenkappel. Und er ließ sich sogar seelenruhig fotografieren. Der Zeuge "schoss“ einige Fotos mit seiner Handykamera. Das Bildmaterial hat der Zeuge nach der "Begegnung seines Lebens“ der Polizei zur Verfügung gestellt.
DNA-Auswertung
Während die Ermittlungen sowohl in Kärnten als auch in Slowenien auf Hochtouren laufen, haben Forscher und Wissenschafter der Fakultät für Biotechnik an der Universität Laibach die Untersuchungen der DNA von "Roznik" abgeschlossen. "Die Identität des Tieres ist eindeutig geklärt. Sein Vater wurde am 26. März 2007 im Alter von zwölf Jahren mit einem Gewicht von 267 Kilogramm hegegerecht südlich von Laibach erlegt“, schildert Diplom-Biologe Miha Krofel.
Peilsendersignale ausgewertet
Technisch sehr aufwändig werden von den slowenischen Forschern weitere Signale des verschwundenen Peilsenders, den der enthauptete Bär um den Hals trug, ausgewertet. Dabei stellt sich, wie Krofel betont, heraus, dass "Roznik" schon vor seinem Auftauchen auf am 17. April in Laibach mehrmals Streifzüge durch Kärntner Waldgebiete entlang der Grenze unternahm.
Petra Kulmer dazu:
"Unserer Meinung nach handelt es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um eineN TrophäenjägerIn. Die kundige Vorgehensweise des Entfernens der Kugel sowie dem Häuten und Köpfen des Tieres lässt darauf schließen. Wir hoffen, dass der/die TäterIn seiner/ihrer gerechten Strafe zugeführt wird !"
Quelle: Kleine Zeitung, Kärntner Tageszeitung, Tier-WeGe - 24.06.2009
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