
Luftlinie ca. 30 m weit von einem Hochsitz entfernt liegt ein zerstückeltes, totes Reh.
Laut Jagdgesetz muss man die Überreste in die Tierkadaververwertung bringen,
Praxis ist, dass die Überreste einfach in den Wald geschmissen werden. Das Foto ist im
Dezember 2009 aufgenommen worden, Steiermark.
Direkt neben einem Wanderweg – im Hintergrund der Hochsitz.

Die Stunden der Freiheit enden oft mit dem Tod durch Erschießung. Zuerst werden die
Fasane gezüchtet, selten dass die Fasane gesetzesmäßig gehalten werden. In den meisten
Fällen werden die Tiere in der Früh ausgesetzt um sie einige Stunden
später zu hetzen
und mit Schrott zu verletzen oder zu töten.

Köder in einer Krähenfalle, tote Hühner, Hasen und sogar geschützte Wildvögelarten
wie hier der Mäusebussard.
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In vielen Volksliedern, Märchen und Sagen unserer Kultur wird die Jagd als etwas Erstrebenswertes, als etwas Edles verklärt und hochgelobt.
Nun, vor ewigen Zeiten mag diese Darstellung vielleicht seine Berechtigung gehabt haben, der Todeskampf der Tiere war aber sicher auch damals schon der gleiche.
Heute sieht die Wahrheit leider etwas anders aus. Schwer verletzte Tiere im stundenlangen Todeskampf oder von Jagdhunden gehetzt. Fasane aus Volieren, die zahm wie Haustiere sind, wird für kurze Zeit die Freiheit geschenkt, um dann aus nächster Nähe auf sie zu schießen.
Rehe und andere Wildtiere die „angefüttert“ werden, um sie vom nahegelegenen Hochsitz hinterrücks zu erschießen.
Was bleibt da von Jagdromantik oder von dem sehr strabazierten „Jäger sind Heger und Pfleger von Tier und Natur“?
Die Fütterung die den Tieren das Überleben im Winter sichert? Selbst da gibt es klare Gegenstimmen. Die Tierwelt würde sich selbst regulieren und schwache, kranke Tiere würden ausgelesen werden.
Auch das ist sicher nicht schön, aber das wäre die Natur. Was die Natur sicher nicht braucht ist, aufgezüchtete Tiere für kurze Zeit in den Wald, auf Äcker oder Wiesen zu treiben um sie dann mit Blei zu bearbeiten.
Der Gesetzgeber sieht eine 4-6 wöchige Auswilderung vor, bevor die Tiere gejagd werden dürfen (verschiedene Landesgesetze). Nicht nur die Tiere auch die Umwelt bleibt dabei auf der Strecke.
Auch im öffentlichen Leben ist man sich nicht zu dumm sich der Jägerschaft anzuschließen. Jüngste Beispiele sind Wilhelm Molterer und Innenministerin Maria Fekter. Die Wählerschaft ist ja in diesen Bereichen stark vertreten, da muss man doch dazugehören, oder ...?
Die Tier-WeGe, J. K. - 16.12.2009
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