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„Gerechtigkeit auch für Tiere“ prangte auf dem roten Transparent, mit dem zwei TierschützerInnen des Vereins Tier-WeGe beim Kalcher Schweinerennen, am Sonntag, den 19. September, die Rennbahn betraten. Gemeinsam mit dem Verein gegen Tierfabriken machten es sich die TierschützerInnen zur Aufgabe, gegen die Veranstaltung zu demonstrieren. Das Gasthaus „Zum Hendlwirt“ in Kalch, im Burgenland, veranstaltete ein Schweinrennen, bei dem sechzehn Schweine an den Start gingen. Die Tiere wurden gesammelt und in zahlreichen Runden über die Rennbahn getrieben. Das erste Mal, dass die Schweine überhaupt Tageslicht sehen und auf Gras laufen durften. Die ZuschauerInnen hatten die Möglichkeit Wetten auf die Tiere abzuschließen und ihr Siegerschwein zu bestimmen. Die Aktion war mit einem großen Fest verbunden, bei dem Alkohol und Fleischkonsum, neben dem Amüsement über die Rennschweine, im Mittelpunkt stand.
Schweineleben sieht anders aus
Um darauf aufmerksam zu machen, dass das Schweineleben in Österreich anders aussieht und die Tiere täglich in Ställen ganz ohne Stroh, auf Vollspaltenböden und ohne Tageslicht dahin vegetieren, positionierten sich zwei TierschützerInnen hinter den Rennschweinen und folgten ihnen mit einem Transparent, mit der Forderung „Gerechtigkeit auch für Tiere“, über die Laufbahn. Die Reaktionen der ZuschauerInnen verliefen gedämpft, viele konnten keinen Bezug zu dieser Aussage herstellen, manche waren verärgert und zeigten kein Verständnis, andere bewerteten den Auflauf positiv. Der Protestakt verlief rundum friedlich. Für die Rennschweine ging es am Abend wieder zurück in den Stall, wo für sie wieder die Tristesse des Mastschweinelebens fortgesetzt wurde.
Schwein freigekauft
Dennoch konnte ein positives Resümee des Tages gezogen werden. Neben den Rennferkeln, hatten die BesucherInnen die Möglichkeit, das 205 kg Schwein Grunzi mit ihren Losen zu gewinnen. Mit viel Engagement kämpften die TierschützerInnen dafür, Grunzi vor dem sicheren Tod zu bewahren und kauften das Tier schließlich frei. Grunzi wird, im Gegensatz zu den vielen anderen Schweinen, bis an sein Lebensabend auf einem Gnadenhof verweilen dürfen.
Die Tier-WeGe - 21.09.2010
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