
Aufs Ärgste abgemagert: So fand das Tier-WeGe-Team Poldi

Dankbar machte sich Poldi auf der Rückbank 'klein'

Haut und Knochen, von Wunden übersät

Eng zusammengerollt schlief Poldi im Auto tief und fest

Eine der massig vorhandenen Wunden von der Eisenkette

Danke, liebe Madeleine, liebe Barbara und lieber Niki :-)) Poldi ist jetzt in guten Händen
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Niki + Barbara von der Tier-WeGe berichten:
"Auf dem Weg zu unserem ursprünglichem Ziel merkten wir, dass wir uns aufgrund fehlerhafter Navigationsangaben verfahren hatten. Das stellte sich als schicksalhafter Umweg heraus ! Denn plötzlich sahen wir einen bis auf Haut und Knochen abgemagerten Hund, der verzweifelt in der klirrenden Kälte nach Nahrung suchte.
Ein überdimensional großer Lederriemen war um seinen Hals gebunden, an der eine ca. 3-4 Meter lange rostige Eisenkette befestigt war. Diese schwere Kette musste der abgemagerte Hund hinter sich herziehen und hatte ihm bereits viele offene Wunden an den Beinen zugefügt.
Wir blieben sofort stehen und befreiten den Hund von Halsband und Kette. Der Streuner zeigte sich von Anfang an zutraulich. Zwar ein bisschen schüchtern und ängstlich vor unseren Händen, trotzdem suchte er unsere Nähe.
Also beschlossen wir, ihn mit auf den Viehmarkt zu nehmen. Nach der ersten Notversorgung mit Essen und Wasser kamen wir schließlich bei unserem Ziel an. Wir wussten nicht, wie der Hund aufs Im-Auto-alleine-bleiben reagieren würde, deshalb ließen wir ihn frei.
Und unsere Vermutung – er würde gleich das Weite suchen – blieb eine Vermutung ! Geduldig wartete der Hund zwei Stunden lang vorm Zaun, beobachtete uns und begrüßte uns freudig, als wir uns ihm näherten.
Schnell war uns dann klar: Der Hund muss mit nach Österreich ! Er hätte auch höchstwahrscheinlich keine weitere Nacht alleine überlebt, so abgemagert war der Streuner ! Lange mussten wir nicht nach einem Namen suchen: Poldi sollte er heißen und so stieg Poldi dankbar in unser Auto ein, rollte sich auf dem Rücksitz zusammen, schlief einen tiefen, festen Schlaf.
Poldi musste tierärztlich versorgt werden. Ein Anruf bei Hrn. Oster vom Aktiven Tierschutz Steiermark genügte und auch das war kein Thema mehr ! Er sagte uns sofort zu, den Hund in Obhut zu nehmen – vielen, vielen Dank an dieser Stelle !
Doch während unserer stundenlangen Fahrt nach Hause, erbrach der Hund sich immer öfter, sein Zustand verschlechterte sich rapide. Um Poldi zu retten, mussten wir handeln !
Wir riefen Hrn. Willer und Fr. Petrovic vom Wr. Tierschutzverein in Vösendorf an, um so vielleicht schneller zu ärztlicher Hilfe für den Hund zu kommen – ganze 200 km nämlich und rund zwei Stunden Fahrtzeit ...
Die beiden engagierten TierschützerInnen sagten sofort zu , organisierten rasch alle notwendigen Vorkehrungen und so wurde Poldi spät nachts sofort von der Tierrettung zum nächsten Tierarzt gebracht, wo er notversorgt wurde ...
Wir bedanken uns beim Wr. Tierschutzverein vielmals für die schnelle, unkomplizierte und hervorragende Hilfe !
Für uns war es wirklich schicksalhaft, dass wir zuerst vom Navigationsgerät in eine falsche Richtung gelotst wurden, Poldi entdeckten und er unsere Hilfe sofort annahm !
Lieber Poldi: Nie wieder musst du jetzt Kälte, Hunger oder Durst leiden ! Du wirst jetzt nur noch nette Menschen kennenlernen, die sich um dich kümmern und denen du wichtig bist ! Fr. Petrovic, Hr. Willer und das Wr. Tierschutzverein-Team werden dafür sorgen !"
Die Tier-WeGe - 02.02.2011
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