Viele Punkte gabe es zu diskutieren und so war die Zeit viel zu kurz. Der Einladung der
Weizer Grünen zu Podium & Diskussion folgten vergangenen Freitag über hundert Interessierte ins Forum Gleisdorf. Der von der Tierrechtsgruppe Tier-WeGe einleitend gezeigte Film hin von der Geburt eines glücklichen Schweinchens bis zu dessen grauenvollem Ende, brüllend vor Entsetzen und eingespannt in eine Schlachtmaschine. Kniende Rinder, in den Schlachthof geprügelt, stellten das Publikum gleichsam in die reale Lebenswelt eines so genannten Nutztieres.
Als zentrale Forderung kristallisierte sich der Aufruf Prof. Haigers nach einem sofortigen Verbot des Akkordschlachtens, bei dem Tiere häufig durch den Zeitdruck, oft unqualifizierter Lohnschlächter ohne tatsächliche Betäubung (!) auf Bearbeitungsmaschinen enden. Die langjährige Forderung Dr. Mayers, endlich in der Steiermark einen „unabhängigen“ Tierschutzombudsmann zu installieren - angesichts der Tatsache, dass als einzig zuständiger Kontrollor für die Einhaltung der Tierschutzgesetze „nebenbei“ ein Beamter ausgerechnet der Landwirtschaftsabteilung zuständig ist - stieß auf großen Beifall aller anwesenden Fachleute.
Selbst die besten Gesetze sind jedoch sinnlos, wenn verhindert wird, dass sie auch nur hin und wieder kontrolliert werden. Der Anwesende Grüne Landtagsabgeordnete Lambert Schönleitner nannte diesen Zustand „unerträglich“ und versprach einen unverzüglichen Antrag der Grünen für bessere Kontrolle!
Karl Schirnhofer bedankte sich bei den diversen Tierschutzaktivisten, denn diese würden schließlich schwarze Schafe ans Tageslicht bringen. Für die Veranstalter erwies sich die Mischung am Podium sowie die vorgebrachten Denkanstöße als durchaus zufrieden stellend und versprachen, es sicher nicht bei diesem ersten „Grünen“ Schritt zu belassen.
Tierrechte haben bei den Grünen einen zentralen Stellenwert und dieser wird in Zukunft auch stärkere Betonung nach Außen finden!
Petra Kulmer dazu:
"Es war höchst erfreulich, dass soviele Menschen die Veranstaltung besuchten. Über 100 Leute nahmen sich die Zeit, um der Diskussion zum Thema Tierrechte zu folgen. Martin Balluch stellte eine sehr logische These vor, warum Tiere in unserer heutigen Zeit so ausgenutzt werden. Die Tiere sind Opfer eines freigelassenen Kapitalismus, dem sie ohne Schutz und Rechte ausgeliefert sind ! Ein extrem schlimmer Ist-Zustand, den wir als TierrechtlerInnen bekämpfen. Es ist höchste Zeit, das Lebewesen Rechte zugesprochen bekommen - unsere zivilisierte Gesellschaft verlangt das !
Erschreckend für uns war: Sogar diese Diskussion wurde von der Polizei bespitzelt ! Mann/frau fühlt sich in die Zeiten der DDR rückversetzt. Meine Frage: Bitte, wer ist für eine solche Art der Infiltration verantwortlich ?! Meine Damen und Herren: Wir und viele andere Tierrechtsgruppen setzen uns für die Rechte der Tiere ein, die längst 'fällig' sind. Da gibt es keine "kriminellen Machenschaften" ...!"