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Frauerl verplapperte sich, Hund starb im Pkw

Grazerin ließ Tier bei großer Hitze zwei Stunden im Auto. Rettungsaktion kam zu spät.


FELDBACH. 24 Grad Celsius hatte es am Sonntag gegen Mittag in Feldbach. Fast doppelt so viel dürfte es hingegen in jenem schwarzen Opel Corsa gehabt haben, der mit geschlossenen Scheiben vor der Stadtapotheke in der prallen Sonne stand. Im Kofferraum des Autos wartete ein junger Berner Sennenhund zwei Stunden lang verzweifelt auf sein Frauerl. Die Grazerin (36) aber verplapperte sich in einem Cafe, in der Zwischenzeit starb ihr Hund einen qualvollen Hitzetod.

Passanten, die mit ihrem eigenen Hund vorbeispazierten, waren gegen 13 Uhr auf den hilflosen Vierbeiner aufmerksam geworden. Sofort alarmierten sie die Polizei. "Als ich ankam, standen mehrere Leute um das Auto. Der Hund hat nur noch gezuckt, er dürfte schon im Todeskampf gewesen sein", erinnert sich ein Beamter der Polizeiinspektion Feldbach an den erschütternden Vorfall. Während der Polizist versuchte, einen Tierarzt zu kontaktieren, traf wenig später ein Mitarbeiter des ÖAMTC ein, der die Autotür öffnete. Schnell wurde der etwa ein Jahr alte Hund ins Freie geschafft.

"Wir haben dem Tier noch Wasser gegeben, konnten ihm aber nicht mehr helfen. Der Hund hat am Gehsteig seine letzten Züge gemacht und ist verendet", erzählt der Beamte. Das Tier dürfte an Dehydration und einem Gehirnschlag in Folge der Überhitzung gestorben sein. Kurz später kam die Besitzerin, eine Lehrerin aus Graz, zu ihrem Wagen. "Die Frau war schwer geschockt. Sie hatte sich in einem Cafe mit einer Freundin verplappert und dabei die Zeit übersehen", so der Polizist. Die Frau wird wegen Tierquälerei angezeigt.

Auch der Grazer Tierarzt Peter Finsterbusch ist über den Vorfall erschüttert: "Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand, dass ich ein Tier nicht alleine im Auto lassen darf. Dafür gibt es keine Entschuldigung."

Quelle: "Kleine Zeitung" - 22.05.2007

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